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Autozulieferer Aksys stellt Insolvenzantrag

Worms - Ein weiterer Autozulieferer in Deutschland ist pleite: Die Aksys GmbH mit Sitz in Worms hat die Insolvenz beantragt.

Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer am Mittwoch in Mannheim mit. Der Betrieb laufe aber ohne Einschränkungen weiter, betonte der Rechtsanwalt. Die Kunden könnten sich darauf verlassen, dass alle Aufträge weiterhin in gewohnter Qualität bearbeitet würden. “Wir produzieren weiter“, erklärte Hoefer. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland den Angaben zufolge an zehn Standorten rund 1800 Mitarbeiter.

Der Umsatz des Zulieferers war den Angaben zufolge zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise und der schwierigen Situation der Automobilhersteller stark zurückgegangen. Nach zuletzt verfügbaren Zahlen lag er 2006 bei 389 Millionen Euro. Bereits Mitte März habe das Unternehmen gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW- Bankengruppe um einen Kredit von 22 Millionen Euro aus dem “Wirtschaftsfonds Deutschland“ gebeten. Der Antrag sei in der vergangenen Woche abgelehnt worden. Am Dienstag wurde dann der Insolvenzantrag gestellt. Die Bundesregierung hatte den Fonds geschaffen, um Unternehmen in der Wirtschaftskrise zu stützen.

Hoefer will sich schnellstmöglich ein Bild von dem Unternehmen machen. Er prüfe derzeit, “ob und wie die Aksys GmbH erfolgreich saniert und dauerhaft erhalten werden könne“, hieß es. Er habe bereits erste Gespräche mit Kunden, Gläubigern, Betriebsrat und Mitarbeitern geführt. Das Unternehmen ist den Angaben zufolge international in den Bereichen Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile aktiv. Es beliefert neben der Automobil- auch die Hausgeräte- und Bauindustrie. Niederlassungen gibt es auch in Polen, Spanien, Brasilien, Mexiko und den USA. Sie seien derzeit nicht von der Insolvenz betroffen.

Das Unternehmen war 2001 aus den Unternehmen Faist Automotive, CWW-Gerko und RKT-Kunststoffe entstanden. Im Oktober 2008 hatte der Unternehmer Michael Faist aus dem bayerischen Krumbach Aksys als Hauptgesellschafter übernommen.

dpa

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