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Federal Reserve

US-Notenbank belässt Leitzins wie erwartet nahe Null

US-Notenbank
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Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve in Washington.

Konjunkturpaket und Impfkampagne zeigen in den USA ihre Wirkung. Nach dem Einbruch im vergangenen Jahr soll sich die Wirtschaft in diesem Jahr rasant erholen. Dafür will auch die Notenbank sorgen.

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält trotz der sich abzeichnenden starken wirtschaftlichen Erholung an ihrer historisch lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins für die weltgrößte Volkswirtschaft verbleibt wie erwartet auf dem niedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent.

Dies sei angesichts der Lage am Arbeitsmarkt und der langfristig niedrigen Inflationsrate weiter angemessen, erklärte die Zentralbank am Mittwoch.

Die Pandemie habe zu großem Leid und wirtschaftlichen Härten geführt, erklärte die Fed. Die wirtschaftlichen Indikatoren und die Lage am Arbeitsmarkt hätten sich inzwischen aber dank der Fortschritte bei den Corona-Impfungen und der Unterstützung durch das jüngste Konjunkturpaket stabilisiert, erklärte die Fed.

Die Arbeitslosenquote ist nach einem Pandemie-Hoch im vergangenen Jahr von fast 15 Prozent inzwischen auf 6 Prozent gesunken. Insgesamt gebe es damit aber immer noch 8,4 Millionen Arbeitsplätze weniger als vor der Krise, sagte Zentralbankchef Jerome Powell. Der Leitzins werde daher bis auf Weiteres auf dem niedrigen Niveau bleiben. Ziel sei das Erreichen der Vollbeschäftigung, betonte er.

Die Notenbank hält daher auch an den Wertpapierkäufen in Höhe von rund 120 Milliarden US-Dollar im Monat zur Stützung der Konjunktur fest. Die Geldpolitik bleibe locker, „so lange es dauert, die Erholung zu unterstützen“, betonte Powell. Vor der Zuspitzung der Pandemie in den USA, also im Februar 2020, lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Niveau seit Jahrzehnten.

Die meisten Prognosen rechnen für die USA in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 6 bis 7 Prozent. Die Hauptgründe für die rasante wirtschaftliche Erholung sind Analysten zufolge die Impfungen und das jüngst vom Kongress verabschiedete Corona-Konjunkturpaket in Höhe von rund 1,9 Billionen US-Dollar. Das entspricht fast zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in den USA. Im vergangenen Jahr hatte der Kongress bereits Pakete mit einem Volumen von fast 3 Billionen Dollar auf den Weg gebracht.

Die Impfkampagne lässt in den USA inzwischen auf eine gewisse Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben hoffen. Bislang haben rund 140 Millionen Erwachsene mindestens die erste Impfdosis erhalten, 97 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft. Das entspricht rund 37 Prozent der etwa 260 Millionen Erwachsenen in den USA.

US-Präsident Joe Biden hat versprochen, dass es bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen geben werde. Seine Regierung will neben einem Infrastrukturpaket auch einen nachhaltigen Ausbau der Sozialleistungen für Familien und Bildung durchsetzen. Beide Pakete zusammen würden im Lauf der nächsten zehn Jahre rund 4 Billionen Dollar kosten, wie aus den Plänen des Weißen Hauses hervorgeht. Die Zustimmung des Kongresses dafür ist aber noch ungewiss.

Analysten hatten vor der Fed-Entscheidung damit gerechnet, dass die Notenbank an in ihrem bisherigen Kurs festhält. Die Fed hat seit vergangenem Jahr bereits mit einer beispiellosen Lockerung ihrer Geldpolitik reagiert, um die Konjunktur zu stützen. Für dieses Jahr rechnet sie mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 6,5 Prozent. Bis Jahresende rechnet sie mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent, wie die Notenbank im März erklärt hatte.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-392135/3

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