Tokios Börse schließt fester

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Das verlängerte Wochenende verhalf der Tokioter Börse zu einem Anstieg.

Tokio - Das feiertagsbedingte lange Wochenende und Schnäppchenkäufe verhalfen dem Nikkei-Index zu einem Plus. Das hatte auch Auswirkungen auf Euro und Dollar.

Die Tokioter Börse hat am Dienstag in Folge von Schnäppchenkäufen fester geschlossen. Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zum Handelsende ein Plus von 31,91 Punkten oder 0,38 Prozent beim Stand von 8422,26 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 2,33 Punkte oder 0,32 Prozent auf 731,93 Zähler. Am Montag hatten Japans Märkte wegen eines Feiertages geschlossen.


Kim Jong Il: Der rätselhafte Despot

Über Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il kursierten Namen wie “Verrückter mit der Bombe“, “Zombie“ oder “Dr. Seltsam“. Kim, der am Samstag im Alter von 69 Jahren gestorben ist, wurde im Westen auch schon mal Größenwahn unterstellt, weil er sich mit der Supermacht USA anlegt hatte. © dpa
Er unterhielt ein umstrittenes Atom- und Raketenprogramm, während sein Land wirtschaftlich am Boden lag und ein großer Teil der Bevölkerung unter Hunger litt. © dpa
Mit dem Start von Langstreckenraketen und zwei Atomtests 2006 und 2009 brachte Nordkorea erneut die gesamte internationale Staatengemeinschaft gegen sich auf. Immer wieder stieß das Regime zudem wüste Kriegsdrohungen gegen das Nachbarland Südkorea aus. © dpa
Seit seinem vermuteten Schlaganfall 2008 galt lange Zeit als ungewiss, ob der von Krankheiten gezeichnete Kim überhaupt noch die volle Kontrolle in seinem Herrschaftsbereich ausübe. © dpa
Doch zuletzt hatte er nach Meinung von Beobachtern die Zügel bei den Regierungsgeschäften noch voll im Griff. © dpa
Auch trieb er die Regelung für die Nachfolge in dritter Generation voran. Seinen jüngsten Sohn, Kim Jong Un, hatte Kim im September 2010 zum Vier-Sterne-General ernannt und in die erweiterte Führungsriege der herrschenden Arbeiterpartei gehievt. © dpa
Damit ernannte Kim seinen Sohn praktisch zum Nachfolger. © dpa
Über Kims Privatleben war wenig bekannt. Das meiste, was die Außenwelt über den Diktators weiß, stammt aus der unerschöpflichen Propagandamühle Pjöngjangs, die ihn als Halbgott und “Genie in Literatur, Kunst und Kriegskunst“ verehrte. © dpa
Für viele Menschen bleibt Kim deshalb eine rätselhafte Erscheinung. Verlässliche Informationen über Kim, der einst als Lebemann galt und dem Alkohol und gutem Essen zugetan war, gibt es kaum. © AP
Unter der Führung seines Vaters Kim ll Sung, dessen Statue hier zu sehen ist, war die “Demokratische Volksrepublik Korea“ 1948 gegründet worden. © AP
Das mehrfach von Hungersnöten erschütterte Nordkorea unterhält mit mehr als 1,2 Millionen Soldaten eine der größten Streitkräfte Asiens. © dpa
Der abgeschottete Staat hat knapp 25 Millionen Einwohner und ist mit gut 120 000 Quadratkilometern etwa so groß wie die frühere DDR. © AP
Die Bevölkerung hat sich versammelt, um über den Tod von Kim Jong ll zu trauern. Das Bild zeigt ihn gemeinsam mit seinem Vater. © AP
Die Menschen weinen auf der Straße. © AP

Zu den Gewinnern zählte das Papier des krisengeschüttelten Kameraherstellers Olympus. Der nach Bekanntwerden eines schweren Bilanzskandals massiv gesunkene Kurs stieg am Dienstag rasant um 19,94 Prozent. Zuvor hatte der Konzern bekanntgegeben, mehrere frühere und amtierende Manager im Zusammenhang mit dem Bilanzbetrug verklagt zu haben. Zudem gab es japanische Medienberichte, wonach das Unternehmen wohl doch an der Tokioter Börse notiert bleiben wird.


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Tod Kim Jongs belastet Märkte

Um 15.00 Uhr Ortszeit wurde der Euro in Tokio leichter mit 98,20-23 Yen gehandelt nach 98,60-62 Yen am späten Freitag. Zum Dollar lag er fester bei 1,2785-89 Dollar nach 1,2775-76 Dollar am späten Freitag. Der Greenback notierte zum Yen leichter mit 76,80-86 Yen nach 77,17-18 Yen am späten Freitag vergangener Woche.

dpa

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