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Medien berichten

Thomas Middelhoff soll illegal Millionen beiseite geschafft haben

Thomas Middelhoff.
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Thomas Middelhoff.

Thomas Middelhoff steht im Verdacht, vor seiner Privatinsolvenz mit Hilfe seines Rechtsanwaltes und Kompagnons Hartmut Fromm ein Millionenvermögen womöglich illegal verschoben und damit seine Gläubiger benachteiligt zu haben. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Beide bestreiten dies jedoch.

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung und WDR habe die Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Ermittlungsverfahren gegen Middelhoff und Fromm eingeleitet. Ein Sprecher der Behörde bestätigte dies auf Anfrage. Zudem habe Middelhoffs Insolvenzverwalter Thorsten Fuest den Middelhoff-Anwalt Fromm und dessen Berliner Kanzlei beim Landgericht Bielefeld auf Zahlung von 5,1 Millionen Euro verklagt.

Der Inhalt dieser Klage habe auch die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ausgelöst. Middelhoff und Fromm gaben auf Nachfrage an, von den Ermittlungen und der Klage nichts zu wissen.

Unstrittig sei, dass in den Jahren vor der Privatinsolvenz immer mehr vom Middelhoff-Vermögen in Gesellschaften floss, die sein Anwalt Fromm kontrolliere, schrieb die "Süddeutsche". Als Gegenleistung hätten diese Gesellschaften Middelhoff regelmäßig Geld überwiesen, damit er sein Privatleben sowie seine Gerichts- und Anwaltskosten finanzieren konnte.

Gutachten: Privatvermögen systematisch auf Dritte übertragen

Die Klage fuße auf einem Gutachten der Wirtschaftskanzlei Taylor-Wessing, berichtete die "Süddeutsche" weiter. Sie habe im Auftrag des Insolvenzverwalters Middelhoffs Vermögenstransfers in den Jahren 2011 bis 2015 durchleuchtet. Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen, der Ex-Manager habe sein Privatvermögen systematisch auf Dritte übertragen, und das unter tatkräftiger Mithilfe von Fromm. Womöglich habe sich Middelhoff dabei einer Bankrott-Straftat schuldig gemacht und sein Freund der Beihilfe dazu.

Der frühere Arcandor-Chef Middelhoff war im November 2014 vom Landgericht Essen unter anderem wegen Veruntreuung von Konzernvermögen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er kam im November 2017 auf freien Fuß. Am 31. März 2015 stellte er laut dem Bericht Antrag auf ein Privatinsolvenzverfahren.

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mke/afp

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