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Pandemie-Maßnahme

Studie: Mehrwertsteuer-Senkung hat alle Haushalte entlastet

Mehrwertsteuer-Senkung
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Supermärkte, aber auch alle anderen Anbieter konnten im Corona-Jahr selbst entscheiden, ob sie die Mehrwertsteuer-Senkung über den Preis an die Kunden weiterreichen.

War eine temporäre Mehrwertsteuer-Senkung im Corona-Jahr das richtige Mittel? Die Opposition zweifelte. Eine Studie im Ministeriumsauftrag kommt nun zum Ergebnis: Auch niedrige Einkommen profitierten.

Berlin (dpa) - Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr hat laut einer Studie alle Haushalte entlastet.

Die Preise praktisch aller Produkte seien „substanziell gesunken“, wie aus der Studie im Auftrag des Bundesjustizministeriums hervorgeht. Davon hätten auch die Haushalte mit niedrigem Einkommen profitiert. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Für die Erhebung wurden demnach mehr als 100 Millionen Käufe auf großen und kleinen Online-Portalen sowie in Läden, Supermärkten, Autohäusern und dem Elektronikfachhandel ausgewertet. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin hätten die Händler die Preise durchschnittlich um etwa 2,5 Prozentpunkte gesenkt.

Justizministerin Christine Lambrecht sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die Erhebung belege zum ersten Mal konkret, dass die Mehrwertsteuersenkung die Verbraucher in einer schwierigen Zeit entlastet habe.

Die Bundesregierung hatte im Juni 2020 beschlossen, ab Juli den regulären Mehrwertsteuersatz für Waren und Dienstleistungen vorübergehend von 19 Prozent auf 16 Prozent und den ermäßigten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent zu senken, um die Wirtschaft in der Corona-Krise anzukurbeln.

Den Anbietern stand es frei, dies über den Preis an ihre Kunden weiterzureichen. Viele Verbände und die Opposition waren skeptisch und bezweifelten die Wirksamkeit der temporären Steuersenkung.

© dpa-infocom, dpa:210426-99-358556/2

Studie

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