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Vorstandschef

Opel beteuert Investitionsbereitschaft für deutsche Werke

Berichte über mögliche Schließungen der Werke Eisenach und Kaiserslautern nach gescheiterten Verhandlungen bezeichnete Opel-Chef Lohscheller als "Horror-Szenarien". Foto: Arne Dedert
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Berichte über mögliche Schließungen der Werke Eisenach und Kaiserslautern nach gescheiterten Verhandlungen bezeichnete Opel-Chef Lohscheller als «Horror-Szenarien». Foto: Arne Dedert

Am Standort Eisenach zeigt sich zuerst, wie die Sanierung des Autoherstellers Opel ablaufen wird. Im Poker zwischen dem französischen PSA-Konzern und IG Metall will Thüringen mitmischen.

Rüsselsheim (dpa) - Der Autobauer Opel ist nach Angaben seines Vorstandschefs Michael Lohscheller unverändert zu Investitionen in seine Werke in Deutschland bereit.

Das Beispiel Eisenach zeige, dass die Pläne bereits auf dem Tisch lägen, erklärte der Manager in einer internen Botschaft an die mehr als 18 000 Mitarbeiter in den Werken Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern.

Die Pläne könnten aber noch nicht umgesetzt werden, weil das notwendige Niveau der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht erreicht sei.

Die Pläne für Eisenach stellten sogar eine Verbesserung des bestehenden Tarifvertrages dar, führte Lohscheller im erneuten Gegensatz zu Aussagen der IG Metall aus.

Bereits im ersten Halbjahr 2019 könne die Produktion eines neuen Fahrzeugs beginnen, das ab 2020 auch in einer Elektro-Hybridversion herzustellen wäre. Berichte über mögliche Schließungen der Werke Eisenach und Kaiserslautern nach gescheiterten Verhandlungen bezeichnete der Opel-Chef als «Horror-Szenarien».

Die IG Metall hat dem französischen Opel-Mutterkonzern PSA Erpressung vorgeworfen und einen detaillierten Unternehmensplan für die kommenden Jahre verlangt. Die Opel-Führung habe für die Sicherung von gerade mal 1800 Arbeitsplätzen weitgehende finanzielle Einbußen für sämtliche Beschäftigte verlangt. Im Werk Eisenach, in dem am Dienstag ein größerer Aktionstag geplant ist, soll laut Gewerkschaft nach den bisherigen Planungen rund die Hälfte der 1800 Beschäftigten gehen.

In einer ersten Reaktion auf die Botschaft vom Montag hielt der Gesamtbetriebsrat Lohscheller vor, dass die in den Tarifverträgen festgelegten Produkt- und Projektbelegungen nicht eingehalten würden. «Es ist an der Zeit, dass Herr Lohscheller endlich ein verhandlungsfähiges Angebot für Opel in Deutschland vorlegt! Lohnzugeständnisse sind kein Selbstzweck», erklärte das Gremium.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zeigte sich angesichts möglicher Personalstreichungen zu Zugeständnissen bereit. Dabei gehe es unter anderem um eine mögliche Nutzung von Grundstücken in Eisenach, die Opel im Zuge der Sanierung nicht mehr benötigte oder um Energiekostenoptimierung, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Das funktioniert aber nur, wenn der französische Mutterkonzern PSA den Tarifvertrag umsetzt und durch Investitionen für eine volle Auslastung des Eisenacher Werks sorgt.»

Gleichzeitig pocht die Landesregierung laut Ramelow ebenso wie die Arbeitnehmervertretung auf die Produktion zweier unterschiedlicher Fahrzeugmodelle in Eisenach: «Was nicht geht, ist die Produktion nur eines Modells mit verschiedenen Antriebsarten.»

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