Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Milchbauern fordern kostendeckende Preise

+
Milchbauern fordern kostendeckende Preise.

Berlin - Vor dem Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der kommenden Woche hat der Bund der Deutschen Milchbauern seine Forderung nach kostendeckenden Milchpreisen unterstrichen.

Verbandspräsident Romuald Schaber sagte am Freitag, die Bauern bettelten nicht um Steuergelder, sondern wollten eine Anpassung des Milchangebots an die Nachfrage. “Es geht um eine Richtungsänderung, die nichts kostet“, sagte Schaber. Seit zwei Wochen protestieren die Milchbauern in acht EU-Ländern gegen den Milchpreisverfall. “Die Politik hat sehr viel Geld in die Hand genommen, und trotzdem ist der Preis auf 20 bis 22 Cent abgestürzt“, sagte Schaber. Dies treibe viele Milchviehhalter in Existenznöte.

Lesen Sie auch:

Milchbauern setzen Lieferstopp aus

Ein kostendeckender Milchpreis liegt nach Ansicht des Verbands bei 40 Cent pro Liter. Der Verband verlangt von der Bundesregierung, sich in Brüssel für seine Forderungen einzusetzen. Infolge der Bauernproteste seien 500.000 Tonnen Milch nicht an die Molkereien geliefert worden, berichtete Schaber. Das habe die Spotmarktpreise auf 36 bis 38 Cent hochgetrieben. Er erwarte, dass die Milchpreise sich entsprechend nach oben bewegten. Wenn anschließend aber keine schnelle politische Lösung folge, würden sich die Bauern in wenigen Monaten “wieder in demselben Loch wiederfinden“, sagte Schaber. Die Politik habe “keinen Grund, auf Zeit zu spielen“.

Er warnte die Bundesregierung vor “Wahlkampftricks“. Ein Gesprächsangebot allein reiche nicht. Schaber betonte auch, dass sich der Bund der Deutschen Milchbauern bei dem Spitzentreffen mit Merkel nicht auf den Deutschen Bauernverband zubewegen werde. Der DBV habe die gescheiterte EU-Politik der Liberalisierung des Milchmarktes mit der Aufweichung der Quoten mitgetragen. Sein Verband fordere aber die Vermeidung von Überschussproduktion und kostendeckende Preise.

AP

Kommentare