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Wegen Haltung der EU-Komission

Bundesregierung rechnet mit „Insolvenz und Grounding“ von Niki

Air-Berlin-Übernahme
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Air Berlin sucht nach einem neuen Käufer für Niki.

Nach dem gescheiterten Verkauf der Air Berlin Tochter Niki an Lufhansa sucht die insolvente Airline einen neuen Käufer.

Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat ihr Angebot zur Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki zurückgezogen. Grund ist die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen, wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte.

Nach dem gescheiterten Verkauf sucht die insolvente Air Berlin einen neuen Käufer. „Die Air-Berlin-Gruppe prüft derzeit Verwertungsalternativen für die Niki Luftfahrtgesellschaft GmbH“, hieß es am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung für die Börse. 

Air Berlins Generalbevollmächtiger Frank Kebekus hatte noch am Dienstag mitgeteilt, Lufthansa sei der einzig zuverlässige Kaufinteressent für Niki. Interesse an einem Kauf hatten in den vergangenen Monaten auch Thomas Cook (Condor) und der British-Airways-Mutterkonzern IAG gezeigt.

Bundesregierung rechnet mit Insolvenz für Niki

Die Bundesregierung rechnet mit Insolvenz und Einstellung des Flugbetriebs bei der Air-Berlin-Tochter Niki. „Alternative Käufer für Niki standen und stehen bis heute nicht zur Verfügung, trotz allerlei öffentlicher Ankündigungen und intensiven Bemühens des Generalbevollmächtigten von Air Berlin“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. „Insolvenz und Grounding von Niki sind jetzt die Folge.“

Gewerkschaft ruft zu Krisengespräch wegen Niki auf 

Nach der Zuspitzung der Lage rund um die Air-Berlin-Tochter Niki hat in Österreich die Gewerkschaft Vida zu umgehenden Krisengesprächen aufgerufen. „Es muss um jeden Preis ein Grounding verhindert werden“, sagte Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt bei Vida der Nachrichtenagentur APA. Er rief alle Beteiligten zur Unterstützung auf. Angesichts der Gefahr für rund 1000 Jobs müsse es rasche Lösungen geben, um die Flugzeuge in der Luft zu halten. Der Gewerkschafter hält Garantien des österreichischen Staates für vorstellbar. Auch die ehemalige Air-Berlin-Eignerin Etihad sei in der Pflicht. Die Lufthansa hatte am Mittwoch ihr Kaufangebot für Niki zurückgezogen.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) ist für eine Lösung, die möglichst viele heimische Arbeitsplätze sichert und gerade in der Reisezeit rund um Weihnachten Chaos für Kunden vermeidet. Allerdings ist Leichtfried wohl nur noch wenige Tage im Amt, da mit der baldigem Vereidigung einer neuen Regierung von ÖVP und FPÖ gerechnet wird.

Niki streicht Abflüge ab Wien für Donnerstag

Nach dem Rückzug des Kaufangebots der Lufthansa. hat die Air-Berlin-Tochter Niki mehrere Abflüge vom Airport Wien-Schwechat für diesen Donnerstag gestrichen. Das geht aus der Website des Flughafens hervor.

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dpa