"Praktisch lahmgelegt"

Kaum noch Passagiere an Berliner Flughäfen

+
Polizisten patrouillieren am Flughafen Berlin-Tegel durch das Terminal. Foto: Michael Kappeler/dpa

Kaum jemand fliegt noch in Corona-Zeiten. Die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel verzeichnen nur noch fünf Prozent des sonst üblichen Passagieraufkommens.

Berlin (dpa) - Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Wie aus dem Verkehrsbericht März hervorgeht, betrug der Rückgang bei den Fluggästen auf den ganzen Monat betrachtet fast zwei Drittel (64,7 Prozent).


In den vergangenen Tagen sei die Zahl der Fluggäste aber weiter deutlich gesunken, da der Flugverkehr weltweit fast komplett zusammengebrochen sei. Aktuell liege der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat daher bei rund 95 Prozent, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. In den kommenden Wochen sei nicht mit Besserung zu rechnen, sondern wohl erst in einigen Monaten. "Die Pandemie hat den Passagierflugbetrieb praktisch lahmgelegt."

Der Frachtverkehr ging im März um 16,7 Prozent auf 2321 Tonnen zurück, also bei weitem nicht so stark wie der Passagierverkehr. Nach Ostern soll entschieden werden, ob Tegel vorübergehend geschlossen wird. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft wollte den Airport eigentlich schon vor Tagen vom Netz nehmen, um Kosten zu sparen. Dem folgten die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund am vergangenen Montag aber nicht.


Am Donnerstag hatte der Flughafenverband ADV mitgeteilt, dass in der letzten März-Woche (23.-29.3.) die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206.000 gesunken sei. Das entspricht 5 Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Auch weltweit gingen die Zahlen deutlich zurück. Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt wird eines seiner beiden Passagier-Terminals am kommenden Dienstag vorläufig schließen.

FBB-Verkehrsbericht März 2020

Kommentare