500 Mitarbeiter „hochgradig enttäuscht “

Job-Angst: Siemens-Versammlung eskaliert

Gut 500 Mitarbeiter des Siemens-Werks in Erfurt haben nach Auskunft von Arbeitnehmervertretern vorzeitig eine Belegschaftsversammlung verlassen.

„Sie sind hochgradig enttäuscht von der angekündigten Planung und können das in keinster Weise nachvollziehen“, sagte Betriesratsvorsitzender Mario In der Au am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

Nach Angaben von In der Au und Bernd Spitzbarth von der IG Metall informierte Siemens die Belegschaft am Vormittag über zwei Optionen für das Erfurter Generatorenwerk mit rund 700 Beschäftigten: einen Verkauf oder Personalabbau inklusive Produktverschlankung. Spitzbarth sprach von weit mehr als 200 Stellen, die in diesem Fall gestrichen werden sollten.

Siemens wollte sich am Freitag nicht dazu äußern. Ein Sprecher verwies auf die Mitteilung vom Donnerstag, wonach mehrere Optionen geprüft würden - unter anderem ein Verkauf.

Die Stimmung während der Mitarbeiterversammlung sei explosiv gewesen, sagte In der Au. „Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt, so eine Stimmung. Tränen sind geflossen.“

Siemens hatte am Donnerstag angekündigt knapp 7000 Stellen streichen zu wollen.

dpa

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