Großer Lohn-Vergleich: Wer am meisten verdient

+
Topverdiener: Eine Zahnärztin bei der Arbeit.

München - Bei der Berufs- und Studienwahl geht es vielen Schulabgängern zunächst um die persönliche Neigung. Ein Blick auf den später zu erwartenden Stundenlohn kann aber sicher auch nicht schaden.

Wenig verwunderlich ist, dass Zahnärzte sowohl bei Männern als auch bei den Frauen die Topverdiener sind. Nicht nur ein Studium kann den Weg zu einem Topeinkommen ebnen – das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist in einer Studie der Frage nachgegangen, wie viel ein Studium oder eine Ausbildung am Ende finanziell bringt.

Dabei geht es nicht um Tariflöhne, sondern um den tatsächlichen Stundenlohn während eines ganzen Berufslebens. Dafür haben die Wissenschaftler des DIW die Angaben von über 190 000 Menschen ausgewertet. Eine unglaubliche Datenmenge – vom Berufseinstieg bis zur Rente! Obwohl die Ausbildung an einer Universität länger dauert als eine betriebliche Ausbildung und die Absolventen dadurch kürzer im Berufsleben die Gelegenheit haben, Geld zu verdienen, liegen akademische Abschlüsse trotzdem an der Spitze der Gehaltsliste. Zahn- und Humanmediziner sind die Spitzenverdiener, Betriebswirte und Juristen folgen. Am unteren Ende der Tabelle hingegen finden sich die Geisteswissenschaftler – so weit bestätigt die Studie gängige Uni-Klischees.

Rangliste: Welchen Berufen wir vertrauen

Rangliste: Welchen Berufen wir vertrauen

Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Mit der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2011“ hat das Magazin Reader’s Digest zum elften Mal die vertrauenswürdigsten Berufe und Marken ermittelt. Rang 20: Politikern vertrauen nur 7 Prozent in Deutschland. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 19: Autoverkäufern vertrauen 10 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 17: Fußballspielern vertrauen 14 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 17: Finanzberatern vertrauen 14 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 16: Gewerkschaftsführer vertrauen 24 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 15: Reiseveranstaltern vertrauen 28 Prozent der Deutschen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 14: Journalisten vertrauen 29 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 13: Priester und Pfarrer genießen das Vertrauen von 39 Prozent der Deutschen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 12: Rechtsanwälten vertrauen 50 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 11: Dem Beruf des Meteorologen schenken 56 Prozent der Deutschen ihr Vertrauen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 10: Der Taxifahrer liegt im Mittelfeld. Ihm vertrauen 55 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 9: Richter vertrauen 60 Prozent. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 8: Lehrern vertrauen 65 Prozent der Deutschen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 7: 78 Prozent der deutschen schätzen Landwirte als vertrauenswürdige Berufsgruppe ein. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 6: Deutschlands Polizisten haben sich gut geschlagen. 79 Prozent sprechen ihnen das Vertrauen aus. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 5: Ärzten vertrauen 85 Prozent der Deutschen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 4: Mit 86 Prozent sind die Apotheker bei den vertrauenswürdigsten Berufen auf Platz 4. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 2: Krankenschwester belegen den zweiten Platz. 92 Prozent der Deutschen schenken ihnen das Vertrauen. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 2: Mit 92 Prozent sind Piloten ebenfalls auf Platz 2. © dpa
Rangliste der vertrauenswürdigsten Berufe
Rang 1: Feuerwehrmänner sind einsame spitze. Sie werden von 95 Prozent der Deutschen als vertrauenswürdig eingestuft. © dpa

Die Dominanz der akademischen Abschlüsse brechen die Versicherungskaufleute, Logistikexperten und Buchhalter. Sie alle erzielen mit ihrer betrieblichen Ausbildung hohe Stundenlöhne. Architekten hingegen landen – entgegen des Klischees – nur im Mittelfeld. Viele von ihnen arbeiten in fachfremden Bereichen oder in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen.

Für die Studie zählt nur der erreichte Abschluss. Ob die Menschen hinterher auch in der Branche arbeiten oder etwas völlig anderes machen spielt keine Rolle.

Der wichtigste Unterschied ist allerdings der zwischen Mann und Frau. Für Frauen etwa ist ein Lehramtsstudium deutlich rentabler als für ihre männlichen Kollegen. Die deutlichen Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sie wegen der Erziehungszeiten seltener befördert wurden.

Hier geht's zur Lohntabelle.

Mk.

Kommentare