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DHL-Erpressung: So erkennen Sie ein verdächtiges Paket

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DHL-Erpresser: So erkennen Sie eine gefährliches Paket. Das müssen Kunden jetzt wissen.

Nach dem Bombenfund von Potsdam haben viele Menschen ein mulmiges Gefühl, wenn der Paketbote an der Tür klingelt. Was raten die Polizei und das Unternehmen? Was Kunden jetzt wissen müssen, lesen Sie hier.

München - Unbekannte erpressen derzeit den Paketdienst DHL und verschicken gefährliche Paketbomben. Der oder die Erpresser fordern von der DHL einen Millionenbetrag und drohen mit weiteren gefährlichen Postsendungen. Am Freitag hatte eine Paketbombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Eine andere Paketbombe war schon einen Monat zuvor bei einem Online-Händler in Frankfurt (Oder) in Flammen aufgegangen.

Die Vorfälle verunsichern Kunden der DHL. Bisher verschickten die Erpresser Bomben-Pakete nur an kleine Unternehmen. Privatpersonen waren noch nicht betroffen. Trotzdem mahnt die Polizei die Bevölkerung zur Vorsicht bei der Annahme von Paketen mit unbekanntem Absender. Verdächtige Pakete sollten nicht geöffnet werden. „Wenn Leuten etwas seltsam vorkommt, sollte unbedingt die Polizei gerufen werden“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Das sollten Paket-Kunden jetzt beachten

Der Paketdienstleister DHL hat einen wichtigen Hinweis für seine Kunden veröffentlicht. Ausdrücklich weist DHL darauf hin, dass nach Auskunft der Polizei Pakete nur eine Bedrohung darstellen würden, wenn sie aktiv geöffnet werden.

Sollen Kunden überhaupt noch ein Paket annehmen?

Kunden empfiehlt das Unternehmen, vorerst nur Sendungen von bekannten Absendern oder die persönlich bestellt wurden, anzunehmen.

Die Lieferung sollten sich die Kunden genau ansehen, Verdächtige Pakete aber keinesfalls öffnen, sondern sich in Sicherheit bringen und die Polizei informieren. 

So erkennen Sie ein verdächtiges Paket

  • fehlender oder unvollständiger Absender 
  • auffällige Rechtschreibfehler 
  • Flecken oder Verfärbungen am Paket 
  • Drähte oder Auffälligkeiten am Paket

Werden die Pakete vom Versandunternehmen kontrolliert?

Etwa sieben Millionen Pakete werden im Weihnachtsgeschäft Tag für Tag durch Boten der Posttochter DHL zugestellt. „Es ist nahezu unmöglich, alle Pakete zu kontrollieren“, stellt DHL-Sprecher Dirk Klasen in Bonn klar. Für die rund 60.000 Paketzusteller sei die Erpressung, über die ganz Deutschland spricht, ständig im Hinterkopf.

Vorsorglich wurden die DHL-Mitarbeiter vom Unternehmen um besondere Achtsamkeit gebeten. Auch das Personal in den Filialen sei gewarnt worden, wie man mit der Situation umgehen müsse. In den Packstationen des Unternehmens könne aber weiter jedermann Pakete ungeprüft aufgeben. Eine technische Möglichkeit zur Überwachung gebe es nicht.

In dem ohnehin schon stressigen Weihnachtsgeschäft steht das große Finale für die DHL-Paketboten noch bevor. Dann wird noch mehr verschickt. Bis zu 8,5 Millionen Pakete müssen kurz vor dem Fest täglich zugestellt werden. „Alle sind sensibilisiert“, beschreibt Verdi-Sprecher Günter Isemeyer die Situation. Die Gewerkschaft vertraut in der aktuellen Situation jedoch auf den Arbeitgeber. „Wir sind sicher, dass die Deutsche Post alles unternehmen wird, um die Beschäftigten zu schützen“, sagt Isemeyer.

dpa/ml

  

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