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Börse in Frankfurt

Kurssprung bei Thyssenkrupp stützt den Dax

Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. Foto: Boris Roessler
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Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. Foto: Boris Roessler

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Kurssprung der Thyssenkrupp-Aktie hat am Donnerstag den Dax angeschoben. Der deutsche Leitindex holte anfängliche Verluste auf und drehte am Nachmittag ins Plus, als eine geplante Aufspaltung des Industriekonzerns durchsickerte.

Letztlich schloss der Dax bei 12.435,59 Punkten, was dem Kursbarometer einen Gewinn von 0,40 Prozent einbrachte.

Vor allem die Euphorie um eine geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp sorgte dafür, dass die Dax-Anleger ihr anfängliches Zögern nach dem jüngsten Zinsschritt der US-Notenbank Fed ein Stück weit ablegten. Als weitere Stütze kam der schwache Euro hinzu, der für die Exporte hiesiger Unternehmen von Vorteil sein kann. Neue Querelen um den italienischen Staatshaushalt setzten die Gemeinschaftswährung genauso unter Druck wie starke Konjunkturdaten aus den USA, die umgekehrt den US-Dollar stärkten.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte konnte mit seinem großen Indexbruder aber nicht Schritt halten: Er gab am Ende um 0,12 Prozent auf 26.148,29 Punkte nach.

Bei Thyssenkrupp sorgten Aufspaltungspläne für einen Befreiungsschlag: Die geplante Trennung in Industrie- und Wertstoffgeschäfte ließ die Papiere in der Spitze um 17 Prozent in die Höhe schnellen. Am Ende blieb ein Kursplus von 10 Prozent übrig.

Unter den weiteren Spitzenwerten im Dax rückten Bayer um 1,6 Prozent vor, nachdem zuletzt erste Experten signalisiert hatten, dass die Stimmung der Investoren zur Aktie ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte. Auch Volkswagen zeigten sich mit einem Gewinn von 1,7 Prozent freundlich. Die Wolfsburger sollen in Verhandlungen mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zur Dieselkrise konkrete Zusagen gemacht haben.

Der größte Dax-Verlierer waren die Papiere der Lufthansa, die um 3,6 Prozent fielen. In die Flucht trieb die Anleger eine negativ aufgenommene Analystenstudie von Kepler Cheuvreux.

Die zuletzt arg gebeutelten Aktien von Fielmann erholten sich dagegen mit plus 3,7 Prozent. Die DZ Bank hatte ihre bisherige Verkaufsempfehlung für die Papiere der Optikerkette aufgegeben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte am Ende auf Augenhöhe mit dem Dax um 0,48 Prozent auf 3449,79 Punkte zu. In Paris und London gingen die jeweiligen Leitindizes ebenfalls mit knapp einem halben Prozent in der Gewinnzone aus dem Handel. In New York rückte der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa in ähnlichem Maße vor wie die europäischen Leitindizes.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,35 Prozent am Mittwoch auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 140,13 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,27 Prozent auf 158,03 Punkte nach. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1673 US-Dollar gehandelt. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,1707 (Mittwoch: 1,1737) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8542 (0,8520) Euro gekostet.

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