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Uhren- und Schmuckmesse

Baselworld setzt nach Rückzug von Swatch auf Modernisierung

Journalisten stehen vor dem Eingang der Uhrenmesse Baselworld. Foto: Georgios Kefalas
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Journalisten stehen vor dem Eingang der Uhrenmesse Baselworld. Foto: Georgios Kefalas

Genf (dpa) - Die einst wichtigste Uhren- und Schmuckmesse Baselworld in Basel will ihren weiteren Niedergang stoppen. Am vergangenen Wochenende erst erklärte der größte Aussteller Swatch, dass er die Schweizer Messe verlässt.

So sagte der neue Messeleiter, der im Juli angetretene Jurist Michel Loris-Melikoff, der Schweizer Zeitung «Le Temps»: «Die Messe muss sich modernisieren und sich an die Bedürfnisse der Industrie anpassen.»

Swatch hatte den Rückzug mit scharfer Kritik am Messeausrichter MCH verbunden. Baselword ist das Flaggschiff von MCH. Swatch-Chef Nick Hayek warf dem Management beim Sender CNBC vor, arrogant zu sein und nur Geld kassieren zu wollen, statt auf die Wünsche der Aussteller einzugehen. «Sie müssen sich neu erfinden», sagte Hayek. Die Zeit sei schnelllebiger und spontaner, teilte Swatch schriftlich mit. «Vor diesem neuen Hintergrund machen jährliche Uhrenmessen, wie sie derzeit existieren, nicht mehr viel Sinn.»

Die Zahl der Aussteller an der Baselworld ist von 1300 im Jahr 2016 bereits auf etwa die Hälfte geschrumpft. Problem seien unter anderem die Preise in Basel, wo ein 180-Franken-Hotelzimmer zur Messezeit für 500 Franken angeboten werde, sagte Loris-Melikoff. Er will im November aber auch inhaltlich ein neues Konzept vorlegen. Unter anderem will die Messe künftig online sehr viel präsenter sein.

Le Temps-Interview (französisch)

Swatch-Chef Hayek erklärt Rückzug auf CNBC (englisch)

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