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Technologie-Start-up

Rosenheimer Roboter-Unternehmer „serva“ muss schließen: Aus und vorbei nach einem Jahr

Ein Fahrzeug fürs Auto: Das fahrerlose Transportfahrzeug „Ray“ am Düsseldorfer Aiport hat Serva entwickelt.
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Ein Fahrzeug fürs Auto: Das fahrerlose Transportfahrzeug „Ray“ am Düsseldorfer Aiport hat Serva entwickelt.

Aus und vorbei nach einem Jahr bei Porsche. Am 30. November macht der Rosenheimer Roboter-Unternehmer Serva die Schotten dicht. Die Gründe laut Porsche: Serva habe kein wettbewerbsfähiges Produkt entwickeln können.

Rosenheim – Einst schien dem jungen Unternehmen die Zukunft zu gehören. Doch Ende des Monats wird Serva Vergangenheit sein. Der Geschäftsbetrieb des Logistikspezialisten aus Rosenheim ende am 30. November, meldet Eigentümer Porsche auf Anfragen der OVB-Heimatzeitungen. Über die Entscheidung des Autobauers waren die Mitarbeiter im Sommer bei einer Belegschaftsversammlung informiert worden.

Die Serva transport systems GmbH war im Zuge der Corona-Krise im Jahr 2020 in finanzielle Schieflage geraten und hatte mit 70 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Porsche hatte daraufhin im Juli vergangenen den Geschäftsbetrieb des Rosenheimer Technologie-Start-ups in die neu gegründete „serva GmbH“ übernommen. Ziel war es nach Auskunft von Unternehmenssprecher Christian Weiss, „die Produktion des Taycan abzusichern, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Arbeitsplätze vor Ort in Rosenheim zu sichern“. Porsche wollte damit aber auch den Weg zur „Smart Factory“ beschreiten. Dank Serva gewinne man wichtige Erkenntnisse „zur zukünftigen Ausrichtung automatisierter Logistikprozesse“, sagte vor gut einem Jahr

In dem „hart umkämpften Markt für fahrerlose Transportsysteme“ sei jedoch die Luft dünn geblieben, heißt es seitens Porsche: „Es ist serva in den vergangenen zwölf Monaten nicht gelungen, ein neues wettbewerbsfähiges Produkt zu entwickeln und im Markt zu platzieren.“

Abfindung für 40 Mitarbeiter

Porsche arbeitete mit serva bei der Produktion des neuen Porsche-Sportweagens Taycan zusammen. Das Unternehmen lieferte fahrerlose Transportsysteme im Bereich der automatisierten Versorgung mit Nachschub für die Produktion.

Durch die Insolvenz drohte die Produktion des neuen, ersten voll elektrifizierten Porsche-Modells zunächst ins Stocken zu geraten, was Porsche durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs verhinderte. Die fahrerlosen Transportsysteme von Serva sind nach Auskunft von Porsche weiterhin am Standort Zuffenhausen im Einsatz.

Lesen sie auch: Serva unter Porsche - so geht es mit dem Rosenheimer Zukunftsunternehmen weiter

Am Ende waren noch 43 Menschen bei Serva angestellt. Den Mitarbeitern wurden laut Konzern Aufhebungsvereinbarungen mit Abfindungspaketen angeboten – oder Jobs bei der Porsche AG und der Porsche-Tochter MHP. Nach Stuttgart aber zog es offenbar nur wenige Ex-Serva-Angestellten: Laut Porsche haben zwei Mitarbeiter einen Vertrag bei MHP angenommen. Alle weiteren Mitarbeiter nahmen die Abfindung an und blieben in der Region Rosenheim. Die meisten von ihnen, rund 90 Prozent hätten bereits eine neue Stelle.

Empfohlen hatte sich das oberbayerische Unternehmen mit Robotern fürs Parken und für die Lieferung von Material. Serva neben Marken des Volkswagenkonzerns wie Audi und Porsche auch den Düsseldorfer Airport zu seinen Kunden gezählt. 2016 hatte das zunächst in Grassau beheimatete Unternehmen unter anderem als Start up des Jahres den Chiemgauer Wirtschaftspanther erhalten. Zuvor war Serva auch schon für den deutschen Gründerpreis nominiert worden.

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