Auf Kosten der Parkplätze?

Zwei völlig neue Angebote: Aldi-Revolution startet im Raum München

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Aldi Süd startet eine neue Offensive.

Einem großen Markencheck unterzog der SWR den Discounter Aldi. Dabei wird auch von einigen Veränderungen berichtet, die der Discounter offenbar plant. 

Billig, billiger, Aldi - dieses Motto gilt schon lange nicht mehr. Der Discounter feilt schon seit Jahren an einem neuen Image, will sich moderner, jünger, schicker und qualitätsbewusster geben. Die Filialen werden mit Holz und Tageslicht aufgewertet, Promis wie Jana Ina Zarella und Ursula Karven machen Werbung für den Supermarkt, Aldi-Spots laufen im TV und sogar im Kino. Manche Aldi-Eigenmarken sollen künftig offenbar sogar wegfallen, weil sie nicht mehr zum aufpolierten Image passen. 

Zwei Neuheiten rund ums Auto

Der SWR befasste sich mit dem Phänomen Aldi am Mittwochabend mit einem „Marktcheck“ im Abendprogramm. Und berichtet dabei auch über einige neue Angebote, die der Discounter-Riese plant. 

Neuerung Nummer 1: Tankstellen auf den Aldi-Parkplätzen. Laut SWR sollen die Zapfsäulen, anhand derer die Kunden den Einkauf gleich mit dem Tanken verbinden können, schon im Dezember an den Start gehen. In Moosburg (Landkreis Freising) lag der Stadtverwaltung bereits ein entsprechender Bauantrag vor, wie merkur.de* berichtet. Dort hätte eine von zehn PilotTankstellen bei Aldi starten sollen. Der Moosburger Stadtrat lehnte das Vorhaben dann auch ab - brauchen wir nicht, lautete das Hauptargument.

Aldi Süd plant die Tank-Offensive demnach in den Großräumen München, Nürnberg und Stuttgart, und zwar gemeinsam mit dem Automatenbetreiber „Avanti“. Vorbild: Der österreichische Discounter „Hofer“, der laut chip.de schon 80 Tankstellen im Nachbarland betreibt. Benzin koste dort durchschnittlich zwei Cent weniger als bei der Konkurrenz. 

Car-Sharing fällt im Marktcheck durch

Neuerung Nummer 2: Car-Sharing. Dass bei Aldi Autos gemietet werden können, laufe derzeit als Pilotprojekt im Rhein-Main-Gebiet, berichtet der SWR. Per App können dort Autos gebucht werden, die auf Aldi-Parkplätzen stehen. Das Ganze ist eine Kooperation mit dem Carsharing-Anbieter „App2Drive“, der die Wagen bereitstelle, Aldi vermietet dafür die Parkplätze. 

Im SWR-Marktcheck fällt das neue Angebot jedoch durch: Teurer als die Konkurrenz sei es mit 3,60 Euro Basispreis pro Stunde für einen Kleinstwagen plus 18 Cent Benzingeld pro Kilometer.

Beide Neuerungen könnten auf Kosten der Parkplätze gehen - weil sicherlich nicht immer ein benachbartes Grundstück mal eben hinzugeholt werden kann.

Eine weiterer Marketing-Clou von Aldi ist ein Pop-Up-Bistro, das derzeit in München steht und Drei-Gänge-Menü zum Sparpreis anbietet. Merkur.de* berichtet darüber. 

Video: Weihnachten - Aldi bietet dieses neue Produkt an

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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