Trotz Lieferproblemen bei Triebwerken

Airbus rechnet weiter mit mehr als 700 ausgelieferten Flugzeugen

Der Flugzeugbauer Airbus rechnet trotz langwieriger Probleme mit Zulieferern in diesem Jahr mit einem Produktionsrekord.

Paris/Toulouse - Der Hersteller wolle weiterhin mehr als 700 Flugzeuge ausliefern, sagte der Chef des Verkehrsflugzeug-Geschäfts, Fabrice Brégier, der französischen Tageszeitung „Les Echos“ (Montag). Das zwischenzeitlich ausgegebene Ziel von 720 Flugzeug-Auslieferungen wiederholte Brégier jedoch nicht. Diese Zahl hatte Finanzchef Harald Wilhelm Ende Oktober in Aussicht gestellt, dies jedoch von Fortschritten bei den Triebwerksherstellern abhängig gemacht.

Laut Brégier hat Airbus bis Ende November knapp 600 Maschinen ausgeliefert. Damit muss der Hersteller Airbus im Dezember noch mehr als 100 Jets fertigstellen - fast doppelt so viele wie eigentlich pro Monat üblich.

Als wichtigster Knackpunkt bei den Plänen gelten Lieferprobleme bei den Triebwerken für den modernisierten Mittelstreckenjet A320neo. Der zu United Technologies gehörende US-Hersteller Pratt & Whitney, dessen Getriebefan-Antriebe bei rund der Hälfte der „neos“ zum Einsatz kommen, musste technische Probleme lösen und geriet dadurch schon 2016 mit der Produktion ins Hintertreffen. Diese Probleme seien jetzt beseitigt, sagte Brégier.

Airbus hat nach früheren Angaben geplant, in diesem Jahr rund 200 „neos“ an seine Kunden auszuliefern. Damit macht der Typ einen großen Teil der Gesamtproduktion aus. Brégier zeigte sich optimistisch, die Produktion des Fliegers im kommenden Jahr wie geplant weiter hochzufahren.

dpa

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