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Landwirtschaft

Agrartreffen: G20 fordern mehr Engagement und Mut

Agrar-Treffen der G20
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Mit einem Appell, den Kampf gegen den Hunger in der Welt zu intensivieren und mehr Innovationen zu wagen, ist das G20-Agrar-Treffen in Florenz zu Ende gegangen.

Die Agrarministerinnen und -minister der größten Industrienationen haben nach ihrem Treffen in Florenz appelliert, den Kampf gegen den weltweiten noch intensiver zu führen.

Florenz - Mit einem Appell, den Kampf gegen den Hunger in der Welt zu intensivieren und mehr Innovationen zu wagen, ist das G20-Agrar-Treffen in Florenz zu Ende gegangen.

Italiens Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli ermahnte seine Kollegen und Kolleginnen und die internationale Gemeinschaft dabei zu einem langen Atem. „Wenn wir heute etwas beschließen, kann es sein, dass wir die Auswirkungen erst nach Jahren merken“, sagte er am Samstag.

Im Fokus der 20 wichtigsten Industrienationen stand an den beiden Tagen in der Toskana unter anderem die Frage, wie die Lebensmittelversorgung effektiver für alle Menschen auf der Welt gesichert werden kann. Patuanelli nannte es ein „großes Paradoxon“, dass einerseits Hunderte Millionen Menschen unterernährt sind, während anderswo massiv Lebensmittel weggeworfen werden.

Die italienische Agrar-Vereinigung Coldiretti rechnete nach einer Auswertung von UN-Daten vor, dass weltweit jedes Jahr rund eine Milliarde Tonnen Lebensmittel im Müll landen. Das seien rund 17 Prozent aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Die Experten und Expertinnen berieten bei dem Spitzentreffen in Florenz, zu dem aus Deutschland Staatssekretärin Beate Kasch angereist war, wie man die Herstellung von mehr Lebensmitteln mit dem Klimaschutz verbinden könne. Dazu hatte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jüngst bereits eine Studie vorgestellt, wonach jährlich rund 470 Milliarden US-Dollar an Subventionen in die Landwirtschaft nicht nachhaltig oder fair seien. Nur mit einer radikalen Umverteilung der Hilfen könnten soziale Ungleichheiten und Umweltschäden bekämpft werden. dpa