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Studie zur Mediennutzung

WhatsApp bei Teenagern ganz vorn - Facebook verliert

Stuttgart/Mannheim - Wenn es ums Austauschen per Handy geht, haben bei Jugendlichen andere Apps mittlerweile Facebook den Rang abgelaufen. Dabei gibt es geschlechts- und altersspezifische Unterschiede.

Mädchen und Jungen in Deutschland tauschen sich im Internet am meisten über WhatsApp aus: 95 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren nutzen diesen Chat-Dienst regelmäßig. Auf Platz zwei der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Kommunikationsanwendungen steht Instagram (51 Prozent), vor Snapchat mit 45 Prozent und Facebook (43 Prozent). 

Mädels stehen mehr auf Fotoapps

Während die Foto-Plattformen Instagram und Snapchat mehr bei Mädchen ankommen, sind WhatsApp und Facebook bei beiden Geschlechtern beliebt.

Dies geht aus der JIM-(Jugend, Information, (Multi-)Media)-Studie 2016 hervor, deren erste Ergebnisse der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest am Dienstag in Stuttgart veröffentlichte. Die gesamte Studie soll an diesem Freitag (25. November, 14.30 Uhr) in der Popakademie Mannheim vorgestellt werden. Für die repräsentative Umfrage wurden im Frühsommer telefonisch 1200 Jugendliche befragt.

Facebook als Informationsquelle aber nicht zum Chat

Die Nutzung der Social-Media-Plattformen hängt vom Alter ab: So ist Instagram vor allem bei den 14- bis 15 Jährigen beliebt, Snapchat wird ab etwa 14 Jahren interessant. Facebook hat demnach bei Jüngeren kaum noch Bedeutung, gehört für 18- bis 19-Jährige aber zum Medienalltag. „Einzig WhatsApp spricht sowohl Mädchen und Jungen als auch alle Altersgruppen in gleichem Maße an und nimmt hier die Spitzenposition ein“, lautet das Ergebnis der Studie.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte insbesondere Snapchat mit 45 Prozent regelmäßigen Nutzern (2015: 31 Prozent) zulegen. Doch auch Instagram (2016: 51 Prozent, 2015: 44 Prozent) und WhatsApp (2016: 95 Prozent, 2015: 89 Prozent) wurden mehr benutzt. Einzig Facebook musste Federn lassen und kam 2016 nur noch auf einen Anteil von 43 Prozent (2015: 51 Prozent).

dpa

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