Tutanchamun: Todesursache geklärt

+
Tutanchamuns Eltern waren Geschwister.

Bozen/Kairo - Die Eltern des altägyptischen Pharaos Tutanchamun waren Geschwister. Gentests belegen das und geben Aufschluss über die Todesursache des Pharaos.

Diese Inzest-Beziehung könnte der Grund für mehrere Missbildungen des legendären Kindkönigs sein, und damit seinen frühen Tod mitverursacht haben, sagte am Mittwoch Mumienforscher Albert Zink von der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zink untersuchte gemeinsam mit deutschen und italienischen Forschern 16 Mumien von Mitgliedern der Königsfamilie.


Tutanchamun: Ausstellung in München

Vom 9. April bis zum 30. August ist die Ausstellung über Tutanchamun in der Event-Arena am Olympiagelände zu sehen. © Kurzendörfer
Tutanchamun: Ausstellung in München
Sie zeigt die weltweit einzigartige Originalnachbildung... © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
...des faszinierendsten Grabmals der Menschheit mit seinen Schätzen in Museumsqualität. © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
Sie bietet – erstmals nach 87 Jahren – die Gelegenheit,... © Marcus Schlaf
In der Ausstellung "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" sind zum Beispiel Haushaltsgegenstände des ägyptischen Königs zu sehen. © dpa
Tutanchamun: Ausstellung in München
...das Grab dreidimensional in seiner originalen Fundsituation zu erleben. © Marcus Schlaf
Die Vorkammer ist die erste Grabkammer, die der Besucher betritt. In ihr fand der Entdecker etliche Gefäße für Lebensmittel und Kosmetika. © 
Tutanchamun: Ausstellung in München
Unter den Ritualbetten in der Vorkammer verstecken sich weiße Holzschachteln mit Fleisch - Esssen für die Reise ins Jenseits. © Marcus Schlaf
Die Sargkammer: In der Ausstellung sieht der Besucher eine Szene, bei der ein Sarg aus dem Sarkophag gezogen wird. © Kurzi
In der Ausstellung sieht der Besucher alle Särge separat, die im Grab ineinander verschachtelt waren. © Kurzi
Tutanchamun: Ausstellung in München
Diese Königsköpfe sind aus Alabaster und ragen aus einem Kanopenkasten heraus. © Marcus Schlaf
Im Kanopenkasten waren die Organe des Pharaos beerdigt - das Herz blieb im Körper. © 
Eines der drei Ritualbetten: Auf ihnen sollte der Pharao im Jenseits wiedergeboren werden. © 
Sie glänzen mindestens so sehr wie die Originale: zwei prunkvolle Särge. © dpa
Obwohl die Mumie eine Nachbildung ist, wird das Herzstück durch einen Glaskasten geschützt. © Kurzi
Im Vordergrund die Mumie Tutanchamuns, dahinter die Särge und Schreine. © Kurzi
Die über 1000 Exponate sind nach Themen geordnet und anhand von Grafiktafeln erklärt. © Kurzi
Die goldene Totenmaske Tutanchamuns: Bei der Grabentdeckung lag sie unversehrt auf der Mumie des Königs. © dpa
Die letzte der vier Kammern, die Howard Carter 1922 entdeckte: die Schatzkammer mit dem goldenen Anubis-Schrein im Vordergrund und dahinter einem weiteren Schrein, der den Kanopenkasten mit den Organen schützt. © 
Der goldene Thron des "Kindkönigs" Tutanchamun: Er ist so klein, weil Tut nur 18 oder 19 Jahre alt wurde. © 
Der Streitwagen Tutanchamuns © 
Nachgebildete Figuren von verschiedenen Gottheiten (im Vordergrund links die Gottheit Schu) sind ebenfalls bei der Ausstellung zu sehen. © dpa
Ägyptische Schriftzeichen sind ebenso Teil der großen Ausstellung. © 
Tutanchamun: Ausstellung in München
Diese goldene Figur zeigt Tutanchamun auf der Jagd mit der Harpune. © Marcus Schlaf
Nachgebildete Figuren des Königs Tutanchamun bei der Jagd. © dpa
Tutanchamun: Ausstellung in München
Sein Stolz: Ausstellungs-Architekt Rainer Vebizh mit seiner Nachbildung der Totenmaske. © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
Altägyptische Götterfiguren in hochmodernem Ambiente. Die Ausstellungsfläche ist über 4000 Quadratmeter groß. © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
Golden glitzert eines der Ausstellungsobjekte aus der Schutzfolie hervor. Die Exponate wurden zuvor in Lkw vom tschechischen Brünn in die Landeshauptstadt gekarrt. © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
Die Grabkammern in der Aufbauphase. Nun sind sie prall gefüllt. © Marcus Schlaf
Tutanchamun: Ausstellung in München
Während der Aufbauarbeiten mussten die Techniker Handschuhe zum Schutz der Objekte tragen. Hier der Schrein des Totengottes Anubis. © Marcus Schlaf

Die Todesursache war nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler vermutlich eine Knochenkrankheit in Verbindung mit Malaria, sagte der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawass, bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch in Kairo. Damit sei die verbreitete Annahme widerlegt, Tutanchamun sei ermordet worden. “Ich denke, damit können wir die Fragen zum Tod von König Tutanchamun ad acta legen.“


Mit Hilfe von Gentests fanden die Wissenschaftler heraus, dass der Vater Tutanchamuns König Echnaton war. Auch die Mutter Tutanchamuns wurde gefunden; ihre Identität konnte jedoch noch nicht geklärt werden. Tutanchamuns Großeltern waren nach Angaben der Forscher Pharao Amenhotep III. und Königin Teje. Tutanchamun lebte vor rund 3300 Jahren. Er kam im Alter von nur etwa acht Jahren auf den Thron und starb um 1310 v. Chr. mit 19 Jahren.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare