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Studie: Römische Toiletten nicht so hygienisch wie angenommen

Blick auf die ausgegrabene antike Bedürfnisanstalt (latrina publica) in Ostia Antica (Italien), der einstigen römischen Hafenstadt. Foto: Kurt Rohwedder
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Blick auf die ausgegrabene antike Bedürfnisanstalt (latrina publica) in Ostia Antica (Italien), der einstigen römischen Hafenstadt. Foto: Kurt Rohwedder

Cambridge (dpa) - Antike Latrinen sollen für die Verbreitung von gefährlichen Krankheitserregern im Römischen Reich verantwortlich gewesen sein.

Die bisher als Meilenstein der Hygiene gefeierten uralten Toiletten hatten nach Angaben des Anthropologen Piers Mitchell von der britischen Universität Cambridge die Gesundheit der Menschen nicht wesentlich verbessert - sondern eher das Gegenteil bewirkt. Mitchell geht in seiner im Fachjournal «Parasitology» veröffentlichten Studie davon aus, dass sich mit Hilfe der Gemeinschaftstoiletten zum Beispiel der Fischbandwurm im ganzen Reich verbreiten konnte. Ebenso könnte die Entsorgung des Latrineninhalts auf Felder einen verheerenden Kreislauf ausgelöst haben: Möglicherweise hätten sich Parasiten im Boden eingenistet, später sei die infizierte Ernte dann auf Märkten verkauft worden.