Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gefährlicher Riesen-Hype um Handy-Spiel

"Pokémon Go": Gamerin entdeckt Leiche

Pokémon Go
+
Bei der Handy-App "Pokémon Go" werden virtuelle Figuren in die reale Umgebung eingebettet.

München - Pokémon Go ist jetzt auch offiziell in Deutschland erhältlich. In den USA sorgte das Spiel unlängst für einen grausligen Fund.

Dass Menschen, den Blick fest auf ihr Handy geheftet, in der Gegend herum laufen, kennt man. Doch jetzt stoßen sie hin und wieder Jubelschreie aus, als hätten sie etwas gefunden - doch es ist nichts zu sehen. Wer in den USA, Australien oder Neuseeland lebt, ist diesen bizarren Anblick fast schon gewöhnt, denn dort ist seit vergangener Woche das ''Pokémon Go"-Fieber bei Android- und iOS-Nutzern ausgebrochen. 

Die Fantasiewesen aus Japan sind seit den 90er-Jahren Kult, jetzt haben sie es von der Spielkonsole und dem Fernseh-Bildschirm auf das Smartphone geschafft. Die Handy-App schoss aus dem Stand auf den Spitzenplatz der dortigen iTunes-Charts - und mit ihr die Nintendo-Aktie

In dem Spiel geht es darum, mithilfe der Standortdaten des Nutzers virtuelle Figuren aus der Pokémon-Welt in der wirklichen Welt zu fangen. Dazu werden die Monster auf dem Handy-Display in die reele Umgebung eingebettet. "Augmented Reality" heißt das Zauberwort. Wer so einen kleinen Kerl aufgespürt hat, kann ihn trainieren und gegen andere Pokémons antreten lassen. Die Idee der App ist genial, denn sie sorgt dafür, dass die handysüchtigen Spiele-Fans, die ja eher als chronische Stubenhocker bekannt sind, an die frische Luft kommen und sich dort quasi aus Versehen sportlich betätigen.

Pokémon gesucht - Leiche gefunden

Doch der nagelneue Hype hat bereits seine Schattenseite offenbart. So machte eine 19-Jährige am Samstag im US-Bundesstaat Wyoming bei der virtuellen Monsterjagd einen gruseligen Fund: Statt eines Wasser-Pokémons entdeckte sie zu ihrem Entsetzen in einem Fluss eine Leiche, wie das Portal County 10 berichtete. Demnach hatte die Polizei keine Hinweise darauf, dass der Tote Opfer eines Verbrechens geworden war.

Doch auch Verbrecher machen sich den Wahn um die kleinen Comic-Viecher zunutze. So sollen vier Jugendliche "Pokémon Go"-Spieler zu einem sogenannten Poké-Stop angelockt und mit einer Waffe ausgeraubt haben. Die Zeitung USA Today berichtete von „zehn bis elf bewaffneten Raubüberfällen“. Die jungen Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren wurden in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in O'Fallon im Bundesstaat Missouri festgenommen, wie die örtliche Polizei bei Facebook mitteilte.

Pokémon Go: Vorsicht, Trojaner!

In Europa soll "Pokémon Go" in Kürze ebenfalls erhältlich sein. Am Wochenende waren die Server dem Ansturm der Fans nicht gewappnet und brachen zusammen. Das hindert die Fans nicht daran, sich über Umwege die App zu besorgen - ebenfalls ein gefährliches Unterfangen, denn nicht selten benutzen sie dafür fragwürdige Quellen aus dem Internet und laden sie sich den Trojaner Droid Jack mit aufs Handy, berichtet proofpoint.com. Mit ihm können Dritte die Kontrolle des Smartphones übernehmen und Daten aus der Ferne abgreifen.

Gefahrlos ist der Download für iPhone-Besitzer in Europa mit einem technischen Trick möglich: Dafür müssen sie sich für den iTunes-Store eine lokale ID anlegen, weiß chip.de.

hn/dpa

Pokémon Go - Release-Trailer