Für Kids mit Durchblick: So schwindeln Eltern

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Klein, aber clever: Wie KInder die kleinen Erziehungslügen ihrer Eltern entlarven

Landkreis - Heute ist Internationaler Kindertag. Zeit aufzuräumen, mit einigen kleinen Schwindeleien und Irrtümern, die Eltern so beim Erziehen verwenden.

Nummer 1: Iss deinen Spinat, er liefert sooo viel Eisen!

Das Spinat-Märchen ist so alt wie deine Urgroßeltern heute wären – 120 Jahre. Und immer noch ist nicht ganz klar, wie es entstanden ist: Die einen sagen, dass der Schweizer Forscher Gustav von Bunge das Gemüse untersucht und herausgefunden hat, dass 100 Gramm Spinat 35 Milligramm Eisen enthalten. Das wäre schon eine enorme Menge.

Aber: Er hatte getrockneten Spinat unter dem Mikroskop. Der enthält zehn Mal so viel Eisen wie frisches Gemüse – aber wer isst schon trockenen Spinat? Andere glauben, dass er sich beim Eintragen seiner Forschungsergebnisse verschrieben und das Komma an die falsche Stelle gesetzt hat – und deshalb Spinat plötzlich zehn Mal so viel Eisen enthielt wie in Wirklichkeit.

Tipp: Wenn deinen Eltern wichtig ist, dass du genügend Eisen bekommst - das gibt´s auch in Fleisch, Fisch, Bohnen und Linsen.

Nummer 2: Kola löst Fleisch auf!

Als das Brausegetränk Anfang des letzen Jahrhunderts gerade neu erfunden war, haben Konkurrenten Angst bekommen, dass niemand mehr ihre Getränke trinkt. Und deshalb haben sie einfach diese Lüge verbreitet. Wer es selbst einmal probiert, weiß: In Wahrheit quillt das Fleisch nur auf. Aber: In einem Glas Kola stecken neun Zuckerwürfel! Zusätzlich enthält die braune Brause eine Säure, die deinen Zahnschmelz angreift.

Tipp:Damit diese wichtige Schutzschicht erhalten bleibt, trink lieber Milch, Früchtetees ohne Zucker oder Fruchtschorlen.

Nummer 3: Frisches Brot macht Bauchweh!

Auch das ist eine kleine Lügen-Geschichte von den Großen aus dem letzten Jahrhundert: Damals gab es viel weniger zu essen als heute – und deshalb durften keine Reste verderben. Bevor das neue Brot auf den Tisch kam, sollte also erst das alte gegessen werden.

Aber: Wenn du einen empfindlichen Bauch hast, kann es passieren, dass du von zu viel frischem Brot pupsen musst. Schuld daran sind seine Zutaten, die in deinem Bauch Gase bilden können. 

Tipp: Frisches Brot ist nicht nur wahnsinnig lecker, in ihm steckt auch eine Menge wertvolle Energie. Frag doch mal deine Eltern, ob ihr gemeinsam für das Sonntagsfrühstück ein Brot selber backen könnt.  

Nummer 4: Wer zu viel Zucker isst, wird zuckerkrank!

Stimmt so nicht. Mit der „Zuckerkrankheit“ ist die Krankheit Diabetes gemeint. Immer mehr Menschen auf der Welt leiden daran. Allerdings nicht, weil sie zu viel Zucker gegessen haben, sondern weil sie insgesamt zu ungesund und zu fettig essen. Oder sie haben die Krankheit schon bei der Geburt von ihren Eltern geerbt.

Tipp: Zucker ist allerdings nicht gut für deine Zähne und zuviel davon macht dick. Obst schmeckt aber auch süß und ist sehr gesund. Zerschneide doch einfach mal mit einem Gemüsehobel zwei Äpfel in sehr dünne Scheiben und bestreiche sie mit Zitronensaft. Apfelscheiben im vorgeheizten Ofen bei Umluft 80 Grad eine Stunde trocknen. Das gibt herrlich süße Apfelchips!

Nummer 5: Karotten sind gut für die Augen!

Es stimmt, dass Möhren viel so genanntes Beta-Carotin enthalten. Dieser Pflanzenstoff wird in deinem Körper in das gesunde Vitamin A verwandelt. Ohne Vitamin A würdest du in der Dunkelheit nicht richtig sehen können.

Die meisten Leute brauchen aber eine Brille, weil sie Sachen von nah oder fern schlecht erkennen können. Und bei diesem Problem helfen Möhren leider auch nicht.

Tipp: Vitamin A gibt’s auch in vielen anderen Lebensmitteln, zum Beispiel in Fisch oder Aprikosen. Du brauchst also nicht tonnenweise Möhren zu nagen!

Quelle: DAK Bayern

Quelle: rosenheim24.de

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