Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Google-Chef: Haft wegen YouTube-Video?

São Paulo - Google weigert sich, einen umstrittenen YouTube-Film über einen brasilianischen Politiker von der Plattform zu nehmen. Dem regionalen Google-Chef droht mächtiger Ärger.

Ein brasilianisches Wahlgericht hat die Festnahme des Google-Chefs in Brasilien, Fabio José Silva Coelho, angeordnet. Der Grund: Der Internet-Suchmaschinen-Anbieter weigert sich, ein zweifelhaftes Wahlvideos vom YouTube-Portal zu entfernen, in denen ein Lokalpolitiker heftig attackiert wird. Nach Ansicht des Gerichtes verletzen die Aufnahmen in dem Spot die Persönlichkeitsrechte des Politikers Alcides Bernal, der bei der Kommunalwahl am 7. Oktober aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Campo Grande (Bundesstaat Mato Grosso do Sul) ist.

Allerdings war ein am Dienstag noch zugängiger Link zu dem Video am Mittwoch nicht mehr abrufbar. Unter einer anderen Adresse war das rund dreieinhalb Minuten lange Video über Bernal dagegen weiter zu sehen. Die Order zu Festnahme erging bereits vorige Woche wegen der Nichterfüllung von Auflagen und wurde diese Woche bestätigt. Das Gericht hatte in seinem Urteil nicht nur die Entfernung des Spots verlangt, sondern auch eine Sperrung von YouTube in Campo Grande oder besser noch im ganzen Bundesstaat Mato Grosso do Sul für 24 Stunden.

Google argumentiert dagegen, das Unternehmen sei nicht für Inhalte verantwortlich, die auf YouTube eingestellt werden. In dem fraglichen Video wird dem Kandidaten in reißerischer Aufmachung unter anderem vorgeworfen, er habe 1996 eine Geliebte zur einer in Brasilien strafbaren Abtreibung drängen wollen. Zudem soll er im betrunkenen Zustand seinen minderjährigen Sohn geschlagen haben. Der Haftbefehl sei an die Polizei nach São Paulo weitergeleitet worden, wo der Google-Chef seinen Wohnsitz hat. Bislang wurde er noch nicht festgenommen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare