Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Forscher entdecken "Ende" des Universums

Galaxie
+
Eine Simulation der ESO zeigt Galaxien im Zeitalter der Re-Ionisierung. Damals war das Universum noch von eine Wasserstoff-Nebel durchzogen.

London - In einer Distanz von über 13 Milliarden Lichtjahren haben Astronomen die am weitesten entfernte bekannte Galaxie erspäht. Die Entdeckung gibt Einblicke in die "Kinderstube" des Weltalls.

Über die Entdeckung des Objekts mit der unscheinbaren Kennziffer UDFy-38135539 berichten Forscher des Pariser Observatoriums im Magazin “Nature“. Der Fund gibt Einblick in die noch rätselhafte “Kinderstube“ des Weltalls etwa 600 Millionen Jahre nach dem Urknall.

Das extrem schwache Glimmen der ultrafernen Galaxie fiel zunächst durch das Weltraumteleskop Hubble auf. Daraufhin untersuchten die Forscher um Matthew Lehnert das Objekt mit dem extrem empfindlichen Very Large Telescope (VLT), das die Europäische Südsternwarte (ESO) auf einer Bergspitze in der chilenischen Atacama-Wüste unterhält. Die Analyse des Infrarotspektrums ergab, dass das Licht die Galaxie vor über 13 Milliarden Jahren verließ.

“Wir sehen das Universum, als es noch keine 600 Millionen Jahre alt war“, sagt Lehnert. Die Entdeckung gibt Aufschluss über das sogenannte Dunkle Zeitalter: Schon wenige 100.000 Jahre nach dem Urknall vor etwa 13,7 Milliarden Jahren füllte ein Nebel aus Wasserstoffatomen das Weltall, der jegliches UV-Licht absorbierte. Erst nachdem die ersten Sterne entstanden, zerlegte deren Strahlung die Wasserstoffatome in Elektronen und Protonen und löste den Nebel auf.

Die Spektralanalyse des Lichts zeigt, dass UDFy-38135539 schon im jungen Universum kein Einzelgänger war. “Es muss noch weitere Galaxien gegeben haben, schwächere und weniger massive Begleiter, die den Raum um die Galaxie transparent machten“, erläutert Mitautor Mark Swinbank von der Universität Durham. “Ohne diese zusätzliche Hilfe wäre selbst das hellste Licht der Galaxie im umliegenden Wasserstoffnebel gefangen worden, und wir hätten es nie finden können.“ (Quelle: “Nature“, Vol. 467, S. 940-942)

dapd

Kommentare