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30-stündige Operation

Bangladesch: Ungarische Ärzte trennen siamesische Zwillinge

Die getrennten Zwillinge werden nach der erfolgreichen Operation von Ärzten überwacht. Foto: Action for Defenceless People Foundation
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Die getrennten Zwillinge werden nach der erfolgreichen Operation von Ärzten überwacht. Foto: Action for Defenceless People Foundation

Dhaka/Budapest (dpa) - Ungarische Ärzte haben in einem Militärkrankenhaus in Dhaka ein am Kopf zusammengewachsenes Zwillingspaar getrennt.

Die mehr als 30-stündige Operation an den dreijährigen Mädchen Rabeya und Rukaya sei erfolgreich verlaufen, teilte die Stifung «Cselekves a Kiszolgaltatottakert» (Aktion für die Schutzbedürftigen) am Freitag in Budapest mit. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass in der Folge noch Komplikationen auftreten.

Den äußerst komplexen chirurgischen Eingriff nahm ein 35-köpfiges Team von ungarischen Ärzten unter Leitung des Budapester Neurochirurgen Andras Csokay vor. Der operativen Trennung der Zwillinge in der Hauptstadt von Bangladesch waren vorbereitende Operationen in Dhaka und in Budapest vorausgegangen. Unter anderen mussten Blutadern, die das Gehirn versorgen, getrennt und durch Implantate ersetzt worden. Die ungarische Stiftung Aktion für die Schutzbedürftigen trug zur Finanzierung der Operationen bei.

Als siamesische Zwillinge bezeichnet die Medizin eine sehr seltene Fehlentwicklung bei eineiigen Zwillingen, deren Körper miteinander verwachsen sind. Das passiert bereits in sehr frühen Entwicklungsstadien im Mutterleib. Einige Babys sind nur oberflächlich zusammengewachsen, andere teilen sich Organe oder Gliedmaßen.

Auch in Berlin gab es vor Kurzem einem Medienbericht zufolge eine Operation, bei der siamesische Zwillinge getrennt wurden.

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