Zwei US-Journalistinnen in Nordkorea vor Gericht

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Eine Demonstration in San Francisco am Mittwoch, 3. Juni für die Freilassung von Laura Ling und Euna Lee.

Pjöngjang - Zweieinhalb Monate nach ihrer Verhaftung stehen die US-Journalistinnen Laura Ling and Euna Lee in Nordkorea vor Gericht.

Sie müssen sich offenbar wegen illegaler Einreise und “feindlicher Handlungen“ verantworten. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, dass der Prozess am Donnerstagmorgen beginnen sollte. Bei einem Schuldspruch drohen den beiden Frauen zehn Jahre Arbeitslager.

Ling und Lee berichteten für den kalifornischen Sender Current TV, an dem der frühere US-Vizepräsident Al Gore beteiligt ist, aus der chinesischen Grenzregion zu Nordkorea. Sie wurden am 17. März in der Nähe des damals zugefrorenen Grenzflusses Tumen festgenommen, während ein Kameramann und ein Führer entkommen konnten.

Der Prozess fällt in eine Zeit wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest in der vergangenen Woche und mehreren Raketentests sieht sich das Regime in Pjöngjang mit massiver Kritik der internationalen Staatengemeinschaft konfrontiert. Daher gibt es die Sorge, dass Nordkorea den Prozess gegen die beiden Reporterinnen in diesem Konflikt ausnutzen könnte, um die USA unter Druck zu setzen.

In den USA baten die Familien der beiden Frauen um Nachsicht. “Wir können nur hoffen, dass die nordkoreanische Regierung Milde zeigt“, sagte Lings Schwester Lisa Ling bei einer Mahnwache am Mittwochabend. Laura und Euna hätten nur versucht, die Menschen in der Grenzregion zu Wort kommen zu lassen. Das Außenministerium in Washington hat die Freilassung der Journalistinnen gefordert.

AP

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