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Nordirland: Katholik von Mob totgeprügelt

belfast
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Pro-katholisches Haus in Belfast.

London - Ein katholischer Familienvater ist in Nordirland offensichtlich aus religiösen Gründen von einem Mob aus Fußballfans totgeprügelt worden.

Der 49 Jahre alte Mann wollte aus Sorge vor gewalttätigen Fans gerade nach seinen Kindern schauen, als er von etwa 40 Jugendlichen in Coleraine nordwestlich von Belfast attackiert wurde. Ein 46-jähriger Nachbar erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Polizei nahm neun Verdächtige fest. Die Frau des Opfers, die ebenfalls verletzt wurde, rief am Dienstag dazu auf, keine Vergeltung für den Tod ihres Mannes zu üben. “Das hätte er nicht gewollt.“

Die protestantischen Fans waren nach einem Sieg ihrer Mannschaft Glasgow Rangers am Sonntagabend in den überwiegend von Katholiken bewohnten Stadtteil gezogen. Die Polizei geht von einer religiös motivierten Gewalttat aus, wobei es sich bei dem 49-Jährigen allerdings um ein Zufallsopfer handeln soll.

In der einstigen britischen Krisenprovinz ist es in den vergangenen Monaten wieder vermehrt zu Gewalttaten gekommen. Im März hatten Splittergruppen der republikanischen IRA zwei Soldaten und einen Polizisten ermordet. Es handelte sich um die ersten Terroranschläge seit dem Friedensabkommen zwischen Katholiken und Protestanten vor elf Jahren.

dpa

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