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Körper fast komplett intakt

57.000 Jahre alt: Forscher entdecken perfekt erhaltenen Wolfswelpen

Das Gebiss einer Wolfsmumie ist in Nahaufnahme abgebildet.
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Das Gebiss des Wolfsmädchen ist noch intakt.
  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
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Wissenschaftler haben einen mumifizierten Wolf aus der Eiszeit entdeckt, der 57.000 Jahre alt ist. Das Tier ist fast vollständig erhalten und hat noch sein Fell.

Yukon - Forscher haben in Kanada einen echten Glückstreffer gelandet, als ein Minenarbeiter einen gefrorenen Wolf fand. Wie sich herausstellte, handelt es sich hierbei um einen mumifizierten Wolf. Das Eis hatte den Wolf-Welpen für ganze 57.000 Jahre konserviert. Das Tier ist durch die Kälte so gut erhalten worden, dass Forscher viele wichtige Rückschlüsse ziehen können.

Wolfs-Mumie: Körper ist gut erhalten

Dabei handele es sich „um die vollständigste Mumie eines grauen Wolfs aus dem Pleistozän, die jemals gefunden wurde“, berichtet das Forscherteam um Julie Meachen in der Fachzeitschrift Current Biology. Bei dem weiblichen Wolfs-Welpen handelt es sich um eine sogenannte Permafrostleiche. Diese entstehen dadurch, dass Tiere nach ihrem Tod permanenter Kälte ausgesetzt sind und festfrieren. Laut eines Berichts von National Geographic sind die Bedingungen des sibirischen Permafrostbodens für die Entstehung solcher Mumien ideal.

Die mumifizierte Wölfin gibt den Forschern wichtige Einblicke.

Sie sind oft noch vollständig intakt, d.h Knochen, Haare, Nägel sind beispielsweise erhalten. So auch bei der Wolfs-Mumie, die bis auf ihre Augen gut erhalten ist. Wie rtl.de berichtet, hatte ein Goldgräber das Tier zufällig hinter einer Eiswand entdeckt und zunächst nicht als solches identifiziert. Erst als er die Mumie mit warmem Wasser schmolz, sah er, dass es sich um einen Wolf handelt. Anschließend nahm sich ein Forscherteam der Sache an.

Mumifizierter Wolf: Tier starb kurz nach seiner Geburt

Für die Wissenschaftler ist der Fund des mumifizierten Wolfes besonders wertvoll, denn er gibt Auskunft darüber, wie sich die Ökosysteme der Eiszeit aus Sicht von Raubtieren entwickelt haben. „Die alte DNA zeigt wieder einmal, wie viel komplexer Evolutionsgeschichten und Paläontologie sind, als wir es sonst aus Untersuchungen von Knochen und Fossilien ableiten könnten“, sagte der Palöogenetiker Tyler Murchie. Außerdem konnten die Forscher durch Gen-Analysen herausfinden, dass die Wölfin die gleichen Vorfahren hat wie die modernen Wölfe (*FR berichtete).

Der gefundene Körper der kleinen Wölfin wird auf 57.000 Jahre geschätzt.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der junge Wolf im zarten Alter von nur sieben Wochen verstarb. Anhand der Zahnstruktur ist zudem zu erkennen, dass sich die Wölfin vor allem von Tieren aus fließenden Gewässern, also Fischen ernährt haben muss. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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