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Traurige Bilanz im Jahr 2017

Wilderer haben in Südafrika über 1000 Nashörner getötet

Wildhüter untersuchen im Kruger-Nationalpark in Südafrika ein von Wilderern getötetes Nashorn. Foto: Salym Fayad/Archiv
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Wildhüter untersuchen im Kruger-Nationalpark in Südafrika ein von Wilderern getötetes Nashorn. Foto: Salym Fayad/Archiv

Johannesburg (dpa) - Wilderer haben in Südafrika vergangenes Jahr erneut mehr als 1000 Nashörner getötet. Die Zahl der illegal erlegten Tiere sank im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von 1054 auf 1028, wie Südafrikas Umweltministerin Edna Molewa erklärte.

Besonders betroffen war 2017 wieder der bei Touristen beliebte Krüger-Nationalpark im Osten des Landes, wo 505 Rhinozerosse getötet wurden.

«Es ist klar ..., dass wir weiter Erfolge im Kampf gegen Nashorn-Wilderei erzielen, aber genauso ist uns bewusst, dass der Kampf noch längst nicht gewonnen ist», erklärte Molewa. Die Zahl der landesweit festgenommenen mutmaßlichen Wilderer und Horn-Schmuggler sank demnach von 680 auf 518. Allein im Krüger-Park seien bei Festnahmen 220 Waffen sichergestellt worden, so die Ministerin.

In Afrika gibt es schätzungsweise noch etwa 20 000 bis 25 000 Nashörner in freier Wildbahn - die allermeisten davon leben in Südafrika. Experten sehen die hohen Wilderei-Zahlen weiter mit Sorge. Die 2017 «marginal niedrigere Zahl getöteter Nashörner» sei inakzeptabel hoch, erklärte Tom Milliken von der Artenschutzorganisation Traffic. Mit fast drei getöteten Nashörnern pro Tag «setzt sich die Krise ungehindert fort».

Der Handel mit Horn von Nashörnern ist auf internationaler Ebene seit rund vier Jahrzehnten verboten. Auf dem Schwarzmarkt zahlen Kunden Berichten zufolge Zehntausende Euro pro Kilogramm. Vor allem in China und Vietnam ist das Horn gefragt: Ihm werden dort aphrodisierende und heilende Kräfte zugeschrieben. Dabei besteht das Horn aus Keratin, dem gleichen Material wie menschliche Fingernägel.

Rede der Ministerin zur Nashorn-Wilderei-Statistik 2017 (Englisch)

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