Wegen Zivilisten: Briten brechen Tornado-Operation ab

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Der geplante britische Tornado-Einsatz wurde abgebrochen, um Zivilisten zu schützen.

London- In der zweiten Nacht des Militäreinsatzes der Alliierten in Libyen hat Großbritannien eine Tornado-Operation mit Rücksicht auf Zivilisten kurzfristig abgebrochen.

Ein geplanter Tornado-Einsatz sei gestoppt worden, teilte das britische Verteidigungsministerium in der Nacht zum Montag mit. Es habe sich herausgestellt, dass an dem angepeilten Ziel Zivilisten gewesen seien.

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Von einem britischen U-Boot aus allerdings seien im Rahmen einer zusammen mit den US-Streitkräften durchgeführten Aktion Geschosse gegen die Luft-Verteidigung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi abgefeuert worden. In Süditalien seien weitere britische Tornados in Bereitschaft versetzt worden. An den Luftpatrouillen über Libyen wollen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur PA auch Flugzeuge aus Katar beteiligen.

Im britischen Parlament wurde am Montag eine Abstimmung über den Libyen-Einsatz erwartet, bei der mit breiter Zustimmung der drei großen Parteien gerechnet wird.

Am Sonntagabend war ein Gebäude in der Nähe der Residenz Gaddafis schwer beschädigt worden. Auf dem Gelände befanden sich zurzeit des Angriffs nach britischen Medienberichten rund 300 Gaddafi-Anhänger. Ob es Verletzte gab, war zunächst unklar. Nicht bekannt war zudem, ob Gaddafi während des Angriffs vor Ort war.

dpa

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