Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schwangerschaftsabbruch

Urteil gegen Ärztin hat wohl keine Auswirkung auf Zulassung

Die Ärztin Kristina Hänel betritt am 24. November das Amtsgericht in Gießen. Ihr Fall hatte eine neue öffentliche Debatte um das Thema Abtreibung entfacht. Foto: Boris Roessler
+
Die Ärztin Kristina Hänel betritt am 24. November das Amtsgericht in Gießen. Ihr Fall hatte eine neue öffentliche Debatte um das Thema Abtreibung entfacht. Foto: Boris Roessler

Das Amtsgericht Gießen hatte die Medizinerin zu 6.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite Abtreibung als Leistung angeboten hatte.

Gießen (dpa) - Die Verurteilung einer Ärztin aus Gießen wegen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat aller Voraussicht nach keinerlei Auswirkungen auf ihre Zulassung als Medizinerin.

«Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit» sei «der Verlust der Approbation nicht wahrscheinlich», berichtete zuständige Regierungspräsidium in Gießen. Gleichwohl werde bei jeder strafrechtlichen Verurteilung eines Arztes geprüft, ob ein approbationsrechtliches Verfahren einzuleiten sei.

«Im konkreten Fall bleibt noch das Urteil abzuwarten und auszuwerten», erläuterte ein Sprecher des Regierungspräsidiums. «Nach den bisher vorliegenden Informationen liegt allerdings keine Patientengefährdung vor, ebenso wenig ein Abrechnungsbetrug.» Diese Punkte sind neben dem Strafmaß - im konkreten Fall 40 Tagessätze - aus Sicht der Behörde die relevanten Punkte.

«Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache», so die Begründung des Gerichts. Die Verteidigerin der Ärztin kündigte an, das Urteil mit einer Revision anzufechten. Der Fall hatte eine neue öffentliche Debatte um das Thema Abtreibung entfacht.

Paragraf 219a

Kommentare