Ursache für Kirchendacheinsturz noch unklar

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Die Männer versuchen zu ermitteln, wie es zu dem Einsturz des Kirchendachs kommen konnte.

Berlin - Nach dem Einsturz eines Kirchedaches ist weiter unklar, warum es zu dem Unglück kommen konnte. Zwei Männer starben bei dem Einsturz.

Nach dem Einsturz eines Kirchendachs in Berlin- Westend suchen Experten des Landeskriminalamtes (LKA) nach der Unglücksursache. Mit einem Ergebnis sei erst in einigen Tagen zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch der Deutschen Presse- Agentur dpa.

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Bei dem Einsturz von Teilen des 300 Quadratmeter großen Daches waren am Dienstagabend der 49 Jahre alte Pfarrer der Rumänisch-Orthodoxen Kirchengemeinde sowie ein 36-jähriger Mann ums Leben gekommen. Sechs weitere Mitglieder der Kirchengemeinde erlitten schwere Schocks. Sie wurden nach Angaben der Polizei ambulant in Krankenhäusern behandelt. Die Verunglückten hatten in Eigenregie an dem Gebäude gearbeitet.

Die Gemeinde hatte im Jahr 2006 ein leerstehendes Einfamilienhaus erworben. Es wurde seither zu einer Kirche ausgebaut. Zu Vermutungen, dass Fehler der Bauarbeiter das Dach einstürzen ließen, wollte sich die Polizei vor Abschluss der Ermittlungen nicht äußern. Nach Angaben des Fernsehmagazins RBB-Aktuell waren während des Unglücks sieben Menschen auf dem Dach. Die Verletzten wurden zunächst von einem Notarzt an Ort und Stelle behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gefahren. Bei Nachbarn und Gemeindemitgliedern herrschten Trauer und Entsetzen. Sie entzündeten vor dem Grundstück Kerzen und brachten am Eisenzaun ein schwarzes Trauerband an. Auch ein Heiligen- Bild wurde aufgestellt.

Der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber sprach der Gemeinde und den Angehörigen der Verunglückten seine tiefe Anteilnahme aus. Mit dem Pfarrer Constantin Mihoc verliere Berlin einen engagierten Vorkämpfer für die Ökumene in der Hauptstadt. “Er war intensiv darum bemüht, seiner Gemeinde auch in der ökumenischen Vielfalt der fremdsprachigen Gemeinden in Berlin eine eigene Stimme zu geben“, schrieb Huber in einem Kondolenzbrief.

dpa

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