Airbus-Absturz vor den Komoren

Überlebende Bahia darf jetzt zu ihrem Papa

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Die Überlebende Bahia Bakari wird nach Paris zu ihrem Vater gebracht.

Paris - Die vermutlich einzige Überlebende des Flugzeugabsturzes vor den Komoren ist am Donnerstagmorgen in Paris eingetroffen. Ihr Vater hat sie am Flughafen in die Arme geschlossen.

Der Vater der 14-Jährigen, Kassim Bakari.

Die junge Französin Bahiya Bakari reiste in ärztlicher Begleitung an Bord der Maschine des französischen Staatssekretärs Alain Joyandet. Nach französischen Angaben ist sie 12 und nicht, wie bisher berichtet, 14 Jahre alt. Ihr Vater erwartete sie am Flughafen. Zunächst stand nicht fest, ob sie nach Hause oder ins Krankenhaus gebracht werden sollte.

Das Mädchen soll leichte Verbrennungen am Knie und einen Schlüsselbeinbruch haben. Bislang habe ihr niemand gesagt, dass ihre Mutter bei dem Unfall vermutlich ums Leben gekommen ist, berichteten französische Medien. Das Mädchen wollte mit seiner Mutter erstmals das Heimatdorf seiner Familie auf den Komoren besuchen. Das Teenagermädchen überlebte, weil es eine Rettungsweste trug und sich im Wasser an ein Wrackstück klammerte. Ihrem Vater hatte es am Telefon gesagt, dass es Stimmen anderer Überlebender gehört habe, während es im Wasser trieb. Die jemenitische Maschine vom Typ A310 war in der Nacht zum Dienstag mit 153 Menschen an Bord kurz vor der Landung auf den Komoren aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt.

Unterdessen geht die Suche nach dem Flugschreiber und den übrigen Opfern weiter. Ein französisches Militärflugzeug hat vorübergehend Signale eines Flugschreibers empfangen. Möglicherweise sei das Gerät aber von der Strömung weitergetrieben worden, sagte Kommandant Christophe Prazuck vom französischen Verteidigungsministerium. Vorerst seien keine Signale mehr zu empfangen.

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Berichte und Dementis über den angeblichen Fund des Flugschreibers hatten zuvor für Verwirrung gesorgt. Am Mittwochvormittag war ein erstes französisches Militärschiff, das Patrouillenboot “La Rieuse“, in dem Absturzgebiet eingetroffen. Ein weiteres wird in der Nacht zum Donnerstag erwartet. Ein italienisches Schiff, das im Rahmen der EU-Mission Atalanta vor der somalischen Küste im Einsatz war, ist ebenfalls unterwegs, um bei der Suche zu helfen.

Bilder vom Unglück

Bilder: Flugzeugunglück vor den Komoren

Marinetaucher aus Frankreich und den USA sind bei der Suche nach Opfern und Wrackteilen ebenfalls im Einsatz. Bislang wurden lediglich kleinere Wrackteile und Gepäckstücke entdeckt. Die Chancen, noch Überlebende zu finden, gelten als extrem gering. Der Flug IY 626 hatte elf Crew-Mitglieder und 142 Passagiere an Bord, unter ihnen 66 Franzosen und zahlreiche Komorer. Der knapp 20 Jahre alte Airbus der jemenitischen Fluggesellschaft war bei einer Inspektion vor zwei Jahren in Frankreich wegen technischer Mängel aufgefallen.

dpa

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