Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Expedition trotzdem erfolgreich

Tierische Kosmonauten sterben in Weltall-Zoo

all-zoo
+
Auch dieses Aquarium mit Algen und Posthornschnecken wurde zu Forschungszwecken ins All geschickt.

Moskau - Ein Mini-Zoo mit mehr als 100 Kleintieren an Bord ist nach einmonatiger Expedition im Weltall wieder auf die Erde zurückgekehrt. Viele Versuchstiere haben den Flug allerdings nicht überlebt.

„Alle Geckos sind lebendig. Von den Mäusen haben wir weniger als die Hälfte. Leider haben wir wegen eines Versagens der Apparatur alle Wüstenrennmäuse verloren“, sagte der Biologe Wladimir Sytschjow. Der Leiter des Forschungsprojekts am Moskauer Institut für medizinisch-biologische Probleme sprach dennoch von einem Erfolg der Mission. Es gebe genügend Material für die Untersuchungen.

Das Forschungsmodul „Bion-M“ war am Sonntag im Gebiet Orenburg gelandet, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Die Wissenschaftler, darunter auch deutsche Experten, untersuchen nun die Tiere.

Der Biosputnik mit Bakterien, Pflanzen und Samen, 45 Mäusen, 20 Schnecken, 15 Geckos und anderen Tieren kreiste in den vergangenen Wochen rund 575 Kilometer über der Erde. 40 Buntbarsch-Fischlarven, mit denen die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Hohenheim die Folgen der Schwerelosigkeit untersuchen wollen, waren ebenfalls in dem Modul.

Die Wissenschaftler erhoffen sich Aufschlüsse über die Wirkung kosmischer Strahlung auf den Organismus. Die Erkenntnisse sollen zudem für eine in der Zukunft geplante Reise zum Mars genutzt werden.

Der Raumkörper bewegte sich in einer Höhe rund 150 Kilometern über der Internationalen Raumstation ISS. Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass dort das Magnetfeld der Erde deutlich schwächer werde. Es büße an einer Schutzfunktion gegen kosmische und Sonnenstrahlung ein. Diesen Effekt auf den lebendigen Organismus wollen die Forscher untersuchen.

Außerdem geht es nun darum, die Wirkung der Schwerelosigkeit auf Zellveränderungen sowie Gene zu beleuchten. Diese Laborstudien sind auf mehrere Monate angelegt. Biologen auch aus Deutschland, den USA und Frankreich arbeiteten mit dem Team, hieß es. Der Biosputnik hatte ein Gewicht von insgesamt 6300 Kilogramm.

Die Wissenschaftler gehen zudem Fragen nach, ob das Leben auf der Erde aus dem Weltall gekommen sein könnte. Dazu hatten sie an der Hülle des Raumapparats Bakteriensporen befestigt. Zuletzt hatte es nach Angaben der Agentur Interfax vor sechs Jahren das Bio-Projekt „Foton-M“ gegeben. Das Modul war damals bereits nach zwölf Tagen im All wieder auf die Erde zurückgekehrt. Damals waren unter den „tierischen Kosmonauten“ auch Kakerlaken sowie Schmetterlingslarven.

dpa

Kommentare