Geheimdienste verhindern Terrorserie in Europa

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Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen wurde am Dienstagabend der Eiffelturm wegen Terroralarms geräumt 

London/Washington - Aufregung in Europa: Westliche Geheimdienste haben einem TV-Bericht zufolge mehrere Terroranschläge in Europa, darunter auch in Deutschland, verhindert.

Es sollte offenbar eine verheerende Anschlagsserie werden: Westliche Geheimdienste haben offenbar einen Terrorangriff auf mehrere europäische Städte vereitelt. Auch Deutschland soll auf dem Plan der Attentäter gewesen sein. Die Anschläge seien von Pakistan aus geplant worden und hätten die Ziele gleichzeitig treffen sollen. Das berichten der britische Sender Sky News und die US-Zeitung "Wall Street Journal".

Informationen von deutschem Terrorverdächtigen

Geheimdienste erklärten, die Informationen über eine Bedrohung stammten aus der Befragung eines als Terroristen verdächtigten Deutschen, der im Spätsommer auf dem Weg nach Europa abgefangen worden sei und der zur Zeit auf der US-Basis Bagram in Afghanistan festgehalten werde. Der Deutsche habe ausgesagt, zahlreiche Terroristen seien in Pakistan ausgebildet und von dort ausgesandt worden. Im Visier standen dem Mann zufolge Anschläge in Deutschland, Frankreich und Großbritannien (London). Die Anschläge standen  aber nicht unmittelbar bevor.

Die schlimmsten Anschläge seit dem 11. September

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Wie das Nachrichtenportal "Spiegel online" berichtet, bestätigten Sicherheitskreise in Pakistan Hinweise auf eine Anschlagsserie. In dem Land wurden deswegen ausländische Einrichtungen wie Botschaften und Hilfsorganisationen zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Angriffe sollten Anschlägen von Mumbai ähneln

Wie Sky unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter berichtete, hätten die Attacken per Kommandoaktionen ähnlich wie die Angriffe in Mumbai im November 2008 ablaufen sollen. Bei Angriffen auf zwei Luxushotels hatten aus Pakistan eingereiste Islamisten damals 166 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Die Vorbereitungen hätten sich aber vermutlich noch in einem frühen Stadium befunden. Der US-Fernsehsender ABC berichtete, auch US-Präsident Barack Obama sei informiert worden.

Eiffelturm nach Drohung erneut geräumt

In Frankreich wiederum warnen die Sicherheitsbehörden seit Wochen vor einer konkreten Terrorgefahr. "Die Bedrohung ist real, unsere Überwachung ist verstärkt", hatte Innenminister Brice Hortefeux kürzlich erklärt. Erst am Dienstagabend war zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen der Pariser Eiffelturm wegen einer Bombendrohung geräumt worden. Rund zwei Stunden später wurde der Bombenalarm aber aufgehoben und der Eiffelturm wieder für Besucher geöffnet.

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