Kommissar Bär: M13 führt Polizei zu Leiche

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Kommissar Bär M13

Wien - Ein wilder Bär ist in Tirol unversehens zum Helfer der Polizei geworden: Bei der Suche nach dem Braunbären M13 sind Beamte auf eine Leiche gestoßen.

Der Mann sei eindeutig Opfer eines Gewaltverbrechens, sagte Walter Rupp vom Landeskriminalamt Tirol der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. M13 steht jedoch nicht unter Verdacht: „Für den Bären gilt die Unschuldsvermutung“, sagte Rupp.

Weil bekannt war, dass M13 im Tiroler Oberland herumstreifte, hatte die Polizei am Mittwoch nach einem Brand an einer entlegenen Grenzstraße das Gelände mit Feldstechern abgesucht. Dabei entdeckte einer der Beamten eine Männerleiche in einer steilen Böschung. Der Tote wurde mittlerweile obduziert, sagte Rupp.

Die etwa zweieinhalb Jahre alten Braunbären-Brüder M12 und M13 sind seit mehreren Wochen im Dreiländereck zwischen Italien, Tirol und Graubünden unterwegs. Ursprünglch dachte man, sie seien auf dem Weg nach Bayern. Sie stammen gemeinsam mit M14, der vor knapp einer Woche in Südtirol von einem Auto tödlich verletzt wurde, aus einem Wiederansiedlungsprojekt im Trentino in Norditalien. Da die Bären bei Sichtungen mitunter wenig Scheu vor dem Menschen zeigten, sollen sie mit Hilfe von Knallkörpern, Gummigeschossen und Elektrozäunen vergrämt werden.

dpa

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