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Jetzt Anklage nach brutalem Mord in Söll

Ex-Geliebte soll sogar Ratschläge zur Tatausführung erteilt haben

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Söll/Innsbruck - Die brutale Hinrichtung auf einem Parkplatz in Söll wird nun bald vor Gericht landen. Am Montag hat die Staatsanwaltschaft nämlich nun Mordanklage gegen zwei Beschuldigte erhoben.

Wie die Tiroler Tageszeitung am Dienstag berichtet, muss sich ein 28-jähriger Grieche verantworten, einen Landsmann mit zahlreichen Schüssen getötet zu haben. Die Witwe des Opfers ist ebenfalls angeklagt. Sie war zum Tatzeitpunkt die Geliebte des mutmaßlichen Schützen und soll den 28-Jährigen zu dem Mord angestiftet und sogar Ratschläge zur Tatausführung erteilt haben. Beide Tatverdächtige sind offenbar geständig. "Mein Mandant weiß, dass er ein großes Übel angerichtet hat", sagte der Anwalt des mutmaßlichen Schützen bereits letzte Woche.

"Die beiden Angeklagten planten gemeinsam, den Ehemann der Zweitangeklagten zu töten, weil dieser wiederholt gewalttätig gegen sie und die gemeinsame sechsjährige Tochter war und in einer Trennung kein möglicher Ausweg gesehen wurde. Für den Fall einer Trennung hätte die Frau nämlich befürchtet, ihr Mann könnte mit der Tochter wieder nach Griechenland ziehen (...)", wird Staatsanwalt Hansjörg Mayr von der Zeitung unter anderem zitiert.

Zu der brutalen Tat war es Anfang November 2016 gekommen, wobei das Opfer durch insgesamt zehn Schüsse in die Brust auf einem Parkplatz an der Eibergbundesstraße bei Söll getötet wurde. Anschließend wollte der mutmaßliche Täter die Leiche in eine Schlucht werfen. Der Tote blieb jedoch an einem Baum hängen, so dass dieser wesentlich früher gefunden wurde, als eigentlich geplant. Der 28-jährige Tatverdächtige und seine mutmaßliche Komplizin wurden nach umfangreichen Ermittlungen wenige Tage später festgenommen. Ein bei der Leiche vergessener Schlüssel wurde den beiden zum Verhängnis.

mw

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