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Umfrage bestätigt Klischee

Das sind die untreuesten Europäer

München - Franzosen und Italiener sind als Latin Lover verschrieen und haben den Ruf, es mit der Treue nicht sehr genau zu nehmen. Eine aktuelle Umfrage bestätigt jetzt das Klischee.

Franzosen und Italiener sind die Meister Europas in Sachen Untreue: Mehr als jeder zweite Mann (55 Prozent) und etwa jede dritte Frau (32 Prozent in Frankreich und 34 Prozent in Italien) haben bereits ihren Partner betrogen, wie aus einer Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts Ifop hervorgeht. Dabei fällt auf, dass in mehrheitlich protestantischen Ländern wie Deuschland und Großbritannien der Anteil untreuer Männer geringer ist. Bei den Deutschen sind es laut Umfrage 46, bei den Briten 42 Prozent.

Gerade nach der unlängst aufgeflogenen Liebesaffäre von Frankreichs Staatschef François Hollande mit der Schauspielerin Julie Gayet scheine die Umfrage die Klischees über den "Charakter des Südländers, der besonders untreu ist", zu bestätigen, sagte Ifop-Studiendirektor François Kraus der Nachrichtenagentur AFP. In Italien verkörpere wiederum der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi mit seinen berüchtigten "Bunga-Bunga-Partys" das Klischee vom Latino-Macho.

Bunga Bunga ist überall - Sexaffären prominenter Männer

Bunga Bunga ist überall - Sexaffären prominenter Männer

Sexaffären machen prominenten Männern seit eh und je zu schaffen. Von Bill Clinton über Silvio Berlusconi bis zu Wikileaks-Gründer Julian Assange. Klicken Sie sich durch: © dpa
In die Geschichte eingegangen ist Bill Clintons Satz: “I did not have sexual relations with that woman“ - ich habe keine sexuelle Beziehung zu dieser Frau gehabt, so beteuerte der damalige US-Präsident seine Unschuld. Dass Monica Lewinsky aber viel mehr als nur eine Praktikantin im Weißen Haus war, konnte die Öffentlichkeit dann en détail erfahren. Der Seitensprung im Oval Office mündete in einem Amtsenthebungsverfahren, das scheiterte. Clintons Ansehen hat die Lewinsky-Affäre langfristig wenig geschadet. © ap
Anders sieht das bei Italiens Regierungschef Berlusconi aus. Dessen Triebe halten zwar die Welt bei Laune, dem Image Italiens schaden die Enthüllungen über wilde “Bunga Bunga“-Sexpartys allerdings enorm. Berlusconi wird nicht nur als lüsterner Greis verspottet. Seit April steht er wegen der Affäre um die Prostituierte “Ruby“ vor Gericht. Der Ausgang von “Rubygate“ ist ungewiss. © dpa
Nur selten endet es für die mächtigen Männer im Gefängnis. Eine Ausnahme ist der Fall des israelischen Ex-Präsidenten Mosche Katzav, der wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen im März zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. © dpa
Wikileaks-Gründer Julian Assange wehrt sich seit Monaten gegen eine Auslieferung an Schweden, wo er ungeschützten Sex mit zwei Frauen gehabt haben soll. Er sieht eine Verschwörung gegen sich wegen seines Enthüllungsportals Wikileaks. © dpa
Doch nicht nur in der Politik, auch im Showgeschäft, im Sport und in der Wirtschaft scheint die Sexaffäre die unverwüstliche Begleiterin der Macht zu sein: Bei VW ließen sich Betriebsräte Prostituierte vom Konzern bezahlen - das Unternehmen hatte deshalb eine handfeste Krise durchzustehen. © dpa
Golfer Tiger Woods opferte nicht nur seine Ehe sondern auch seine Karriere für seine Sexlust. © Getty
Starregisseur Roman Polanski soll in den 70er Jahren eine Minderjährige zum Sex verführt haben. In der Schweiz stand er erst kürzlich im Zusammenhang mit dem Fall unter Hausarrest. © dpa
Und Jörg Kachelmann ist nicht mehr der witzige Wettermoderator, seit er wegen Vergewaltigungsvorwürfen auf der Anklagebank am Landgericht Mannheim sitzt. © dpa
Frauen scheinen ihre Triebe dagegen eher im Griff zu haben - oder sie sind schlicht diskreter. Doch auch hier gibt es Fälle. So etwa Iris Robinson, die Frau des nordirischen Ministerpräsidenten, die sich von einem Teenager hinreißen ließ. Ausbaden musst es allerdings vor allem ihr Mann: Peter Robinson musste vorübergehend sein Amt abgeben. © dpa

Die Umfrage wurde für die Internetseite Gleeden in sechs europäischen Ländern vorgenommen, eine auf das Anbahnen außerehelicher Affären spezialisierte Partnerbörse. Danach ist die Untreue in den nordischen Ländern gleichmäßiger auf Frauen und Männer verteilt. Während etwa in Deutschland auch 43 Prozent der Frauen bereits fremdgegangen sind, waren in Frankreich nur 32 Prozent und in Italien 34 Prozent ihren Männern untreu.

Am leichtesten auf die Schulter nehmen einen Seitensprung auch wieder die Franzosen. 35 Prozent der Befragten denken laut der Befragung, dass sie auch in Zukunft fremdgehen könnten, gegen 31 Prozent bei den Deutschen und Spaniern.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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