12 Tote nach Explosionen in russischem Bergwerk

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Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in dem russischen Bergwerk.

Moskau - Nach zwei Grubenexplosionen in dem russischen Kohlerevier Kusbass in Westsibirien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt.

Mehr als 80 Bergleute und Rettungskräfte seien in dem eingestürzten Kohleschacht eingeschlossen, teilte das Zivilschutzministerium am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Lage sei besonders dramatisch, weil in dem Schacht die Belüftung nicht mehr funktionierte. Wegen der hohen Konzentration an explosivem Methangas bestehe weiter Explosionsgefahr.

Zum Zeitpunkt der ersten Detonation am Samstagabend waren etwa 359 Arbeiter unter Tage. Über Tage wurden mehrere große Gebäude zerstört und einige Menschen verletzt. Die zweite Explosion hatte in der Nacht zum Sonntag den Hauptbelüftungsschacht zerstört und den Kontakt zu 20 Helfern unterbrochen, die 64 in 500 Metern Tiefe eingeschlossene Kumpel retten wollten.

Die Rettungsarbeiten wurden wegen dichten Rauchs für unbestimmte Zeit gestoppt, sagte der Gouverneur der Region Kemerowo, Aman Tulejew.

Regierungschef Wladimir Putin hat die Lage als “sehr schwer“ und “tragisch“ eingeordnet und die Behörden aufgefordert, alles für die Rettung der Männer zu tun. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen Verstoßes gegen den Arbeitsschutz ein.

Das betroffene “Raspadskaja“-Kohlebergwerk ist das größte seiner Art in Russland. Auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion kommt es wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen immer wieder zu schweren Grubenunglücken mit hohen Opferzahlen.

dpa

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