Schweizer wollen Killerspiele verbieten

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Bern - Die Schweiz macht ernst: In Deutschland wurde nach den Schulmassakern von Erfurt und Winnenden nur darüber debattiert, bei den Eidgenossen soll es Gesetz werden: das Killerspiel-Verbot.

Die Rechtskommission des Ständerates, einer Kammer des Schweizer Parlaments, hat die Regierung aufgefordert, ein Gesetz zu erarbeiten, mit dem der Verkauf von sogenannten Killerspielen verboten wird. Die Schweizer Sozialdemokratin Evi Allemann hatte den Anstoß zu der Gesetzesinitiative gegeben.

In ihrem Antrag heißt es, das Gesetz habe das Ziel, "die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen".

Diskussion über Killerspiel-Verbot auch in Deutschland

Zwar lasse sich gewalttätiges Verhalten nicht allein auf den Konsum von Computerspielen zurückführen, in Studien werde aber ein "zunehmender empirischer Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten und dem Konsum von sogenannten Killerspielen ausgewiesen", heißt es in dem Antrag. "Solche Spiele machen zwar nicht aus jedem einen Killer, aber sie verstärken die Bereitschaft bei jenen, die ohnehin anfällig sind."

Auch in Deutschland war nach den Schulmassakern von Erfurt und Winnenden über ein Verbot der Killerspiele diskutiert worden. Insbesondere sogenannte Egoshooter wie "Counterstrike" gerieten in die Kritik, weil sie sich oft auch auf den Computern der Täter fanden. Zu einem Verbot kam es in Deutschland aber bislang nicht.

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