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Geiseldrama in Gefängnis in schwedischer Provinz Södermanland

Kuriose Forderung bei Geiselnahme: Vom Fluchthubschrauber zu Pizza für alle Häftlinge

Die beiden Geiselnehmer hatten neben der erwartbaren Forderung nach einer Fluchtmöglichkeit auch einen eher ungewöhnlichen Anspruch: 20 Dönerpizzen
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Die beiden Geiselnehmer hatten neben der erwartbaren Forderung nach einer Fluchtmöglichkeit auch einen eher ungewöhnlichen Anspruch: 20 Dönerpizzen

In der schwedischen Provinz Södermanland kam es in einer Justizvollzugsanstalt in Eskilstuna zu einem Geiseldrama. Zwei Häftlinge überwältigten zwei Mitarbeiter und stellten dann Forderungen: Zunächst einen Hubschrauber und später 20 Dönerpizzen.

Schweden - Am Mittwochmittag (21. Juli) griffen die beiden Häftlinge zwei Mitarbeiter des Gefängnisses an. Sie überwältigten diese und nahmen sie als Geiseln. Anschließend verbarrikadierten sie sich in einem Wachraum. Wie das News-Portal Aftonbladet schreibt, bestätigte der schwedische Gefängnis- und Bewährungsdienst, dass die Geiselnehmer die Überwachungskameras im Raum abdeckten.

Die wegen Mordes bereits verurteilten Täter sollen sich mit selbstgebauten Waffen ausgestattet haben, welche aus an Zahnbürsten befestigten Rasierklingen bestanden.

Forderung der Geiselnehmer: einen Hubschrauber und 20 Pizzen

Mit der Androhung, die Geiseln bei nicht Befolgen zu verletzen, forderten die beiden Häftlinge einen Hubschrauber an, mit dem sie fliehen wollten. Wie Aftonbladet berichtet, sollen während der Geiselnahme andere Häftlinge die Täter angeschrien haben, sie sollten einfach aufgeben. Doch so schnell ließen sich die beiden nicht entmutigen.

Nach einiger Zeit erkannten die Geiselnehmer dann wohl doch, dass ihre Forderung vielleicht zu ambitioniert war. Sie lenkten ein und wollten anstatt einer Fluchtoption nunmehr lediglich in ein anderes Gefängnis verlegt werden.

Bei den lange andauernden Verhandlungen mit den Geiselnehmern wurde diese Forderung später am Nachmittag noch erweitert. Offenbar hatten die beiden Hunger bekommen.

Alle 20 Insassen ihrer Station sollten eine Dönerpizza bekommen. Im Gegenzug sollte eine Geisel freigelassen werden, so das schwedische Nachrichten-Portal. Am späten Abend erfolgte dann die Lieferung der angeforderten Verpflegung. Einen Hubschrauber sollten die Geiselnehmer jedoch nicht erhalten.

Es wurde versucht, die Freiheit der beiden Geiseln gegen die Essenslieferung aus den Händen der Geiselnehmer einzutauschen. Auf dieses Angebot gingen diese jedoch nicht ein. Eine Geisel sollte nur dann in die Freiheit gelangen, nachdem wirklich alle Pizzen verteilt wurden. Vom Inneren des Wachraums wollten die beiden Täter überwachen, ob dies auch wirklich umgesetzt werde.

Die mit den Geiselnehmern verhandelnden Spezialisten machten daraufhin ein Angebot zum Kompromiss, das zur Freilassung einer Geisel führen sollte. Eine Hälfte der Pizzen sollte ausgegeben werden, dann die Geisel herausgegeben werden und erst dann der Rest der Pizzen verteilt werden. Nach weiteren Gesprächen stimmten die Geiselnehmer zu.

Drama nach neun Stunden beendet: Geiseln wieder frei, Geiselnehmer in Haft

Gegen 19 Uhr wurde dann durch den schwedische Gefängnis- und Bewährungsdienst bestätigt, dass einer der inhaftierten Gefängniswärter freigelassen wurde. Weitere zweieinhalb Stunden später waren beide frei.

Noch vor Ort wurden die Täter am Tatort festgenommen und zur Polizeiwache in Eskilstuna gebracht. Laut Medienberichten wurden die beiden Geiseln nicht verletzt.

mda

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