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Behandlung verweigert

Schlangen-Pastor stirbt an Biss

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Das Gift einer Klapperschlange hatte dem Pastor das Leben gekostet (Archivbild)

Lexington - Ein seltenes Ritual mit einer Klapperschlange kostete dem us-amerikanischen Fernseh-Pastor Jamie Coots das Leben. Dabei hätte er vermutlich noch gerettet werden können.

Die Schlangen, mit denen er für seine Gemeinde und das Fernsehen hantierte, brachten ihm den Tod: Ein mit einer Fernsehserie bekanntgewordener Pastor aus dem US-Staat Kentucky ist nach einem selbst provozierten Schlangenbiss gestorben. Die Leiche des Mannes wurde in dessen Wohnung im Städtchen Middlesboro gefunden, wie der Lokalsender WBIR am Montag berichtete.

Pastor Jamie Coots hatte im Gottesdienst eine Klapperschlange gehalten und war von dem Tier gebissen worden. Als ein Rettungswagen kam, war Coots schon nach Hause gefahren, dort lehnte er eine Behandlung ab. Als der Sheriff eine Stunde später zu Coots' Haus kam, sei der schon tot gewesen.

„Snake handling“ ist ein seltenes Ritual in einigen Kirchen des amerikanischen Südens. Wegen einer Bibelstelle fassen die Gläubigen Giftschlangen als Beweis ihres Gottvertrauens an und verweigern oft auch jede Hilfe nach einem Biss. Dabei erwarten sie keine Unverletzlichkeit durch ihren Glauben, sehen aber alles als Gottes Wille. Coots war Star der „National Geographic“-Serie „Snake Salvation“, die sich mit dem Phänomen beschäftigte. Die jüngste Folge hieß „Tödliches Vermächtnis“.

dpa

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