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Keine "Propaganda" für Homosexuelle

Russland: IKEA streicht Lesben aus Katalog

Stockholm - Der Möbelriese Ikea hat eine Geschichte über ein lesbisches Pärchen aus seinem russischen Katalog verbannt. Begründung für die Zensur: "Wir müssen die Gesetze beachten."

Der schwedische Möbelriese Ikea hat eine Geschichte um ein lesbisches Pärchen mit Kind aus seinen Kundenmagazinen in Russland gestrichen. „Wir müssen die Gesetze in den Ländern beachten, in denen wir tätig sind“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Hintergrund ist ein umstrittenes Gesetz, mit dem Russland in diesem Jahr „Propaganda“ für Homosexualität unter Strafe gestellt hat. „Wir haben die Entscheidung nach sorgfältiger Prüfung getroffen und uns auch von Juristen in Russland beraten lassen“, sagte die Sprecherin.

Das Magazin erscheint in 25 Ländern. In allen anderen war die Geschichte erschienen. Nur die russischen Leser fanden stattdessen das Porträt eines in China allein auf kleinem Raum lebenden Mannes. Die Möbelkette war vor rund einem Jahr schon einmal in die Schlagzeilen geraten, weil aus der saudi-arabischen Version des Ikea-Katalogs Frauenbilder wegretuschiert worden waren. Das sei ein völlig anderer Fall gewesen, sagte die Sprecherin. „Das war ein Fehler, der uns wirklich leid tat. In diesem Jahr sind auch Frauen in dem saudi-arabischen Katalog.“

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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