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Passant schubst Lebensmüden in Tiefe

Peking - Unfassbar: Ein genervter Passant hat in China einen lebensmüden Mann von einer Brücke in die Tiefe gestoßen.

Der Lebensmüde, der zuvor stundenlang auf der Brücke in der Stadt Guangzhou gestanden hatte, fiel acht Meter tief auf ein Prallkissen, das die wartenden Rettungsdienste ausgebreitet hatten. Der überschuldete Mann namens Chen Fuchao überlebte mit Verletzungen an Wirbelsäule und Ellbogen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete.

«Ich habe ihn gestoßen, weil Leute wie Chen sehr egoistisch sind», sagte der Passant Lai Jiansheng. Der Verkehr an der Brücke war stundenlang aufgehalten und das Gebiet von der Polizei abgeriegelt worden. «Die trauen sich doch gar nicht, sich umzubringen. Sie wollen damit nur die Aufmerksamkeit der Behörden auf ihren Fall lenken.» Lai wurde dem Bericht zufolge von der Polizei abgeführt.

Vor dem Zwischenfall hatte sich der 66-Jährige angeboten, mit dem Lebensmüden zu reden, wurde von der Polizei aber zurückgewiesen. Dem Bericht zufolge durchbrach er daraufhin die Absperrung, kletterte zu Chen, begrüßte ihn mit einem Handschlag - und gab dem Lebensmüden einen Schubs. Einem Zeitungsbericht zufolge wurde Lai am Freitag wieder gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Er soll Medikamente wegen einer nicht näher bezeichneten Geisteskrankheit nehmen und auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen sein.

Rubriklistenbild: © fkn

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