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Weltmeisterin boykottiert Schach-WM

"Ich will keine Kreatur zweiter Klasse sein"

  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Riad - Seit Weihnachten laufen die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach im arabischen Riad. Doch es gibt erhebliche Probleme für die Veranstalter. Zahlreiche Profis, unter anderem auch die zweimalige Weltmeisterin Anna Musytschuk, boykottieren aufgrund der frauenfeindlichen Politik im Land die Meisterschaften.

"In einigen Tagen werde ich meine zwei Weltmeistertitel verlieren", schreibt Anna Musytschuk in einem emotionalen Facebook-Post. "Nur, weil ich mich dazu entschieden habe, nicht nach Saudi-Arabien zu reisen und mich nicht wie eine Kreatur zweiter Klasse zu fühlen." 

In Arabien müsste sie verhüllende Kleider tragen und in Begleitung eines Mannes sein, um das Haus verlassen zu dürfen. Aufgrund dieser Tatsache verzichtete die Weltmeisterin und ihre Schwester - auch sie ist Schachspielerin - auf die Teilnahme. Zuvor hieß es noch, als "historische Einigung" betitelt, dass sich Athleten der strengen Bekleidungsvorschriften in dem erzkonservativen muslimischen Land nicht beugen müssten, berichtet unser Partnerportal tz.de

"Ich bin bereit, für meine Prinzipien einzustehen und das Event auszulassen. Dort hätte ich in fünf Tagen mehr verdient als in einem Dutzend anderer Veranstaltungen zusammengenommen“, erklärt Musytschuk weiter. 

Auch Athleten aus Katar und Israel fehlen

Neben den beiden Schwestern reisen auch keine startberechtigten Kataris zur WM. Aufgrund der politischen Spannungen wurde den Vertretern aus Katar verboten ihre Nationalflagge zu zeigen. Nicht freiwillig, aber ebenfalls nicht dabei, sind die Schachspieler aus Israel. Ihnen wurde von Saudi-Arabien einfach kein Visum ausgestellt, erklärt kurier.at.

Kurios ist auch, dass Geistliche des Landes das Spiel noch im vergangenen Jahr als "verboten“ bezeichneten. Warum der Schachverband die Weltmeisterschaft dennoch in Riad durchführen lässt, liegt wohl auf der Hand. Die Saudis werfen mit Geld bei diesem Event nur so um sich, so liegt zum Beispiel das Rekordpreisgeld bei zwei Millionen US-Dollar. 

Rubriklistenbild: © ScreenShot Facebook

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