Raumfähre “Endeavour“ startet ins All

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Die Endeavour soll am Mittwoch wieder ins All starten.

Cape Canaveral - Wenn die Techniker, die die Raumfähre reparieren, rechtzeitig fertig werden, kann sie am Mittwoch wieder ins All starten. Eine Rakete müsste dann ihren Start verschieben.

Techniker der NASA haben die Reparaturarbeiten an einem gefährlichen Leck einer Wasserstoffleitung fortgesetzt, um einen Start der Raumfähre “Endeavour“ am Mittwoch zu ermöglichen.

Problematisch war jedoch, dass am gleichen Tag auch eine Rakete abheben sollte, die eine Mond-Sonde ins All bringen sollte. Die Führung der US-Weltraumbehörde wollte noch am (heutigen) Montag über den Starttermin der “Endeavour“ entscheiden. Der Chef der “Endeavour“-Mission bezeichnet es jedoch als wahrscheinlich, dass die Raumfähre zuerst starten dürfte. Bis dahin müsse allerdings die Reparatur abgeschlossen sein, es dürfe keine neuen Probleme geben und das Wetter müsse stimmen, schränkte LeRoy Cain ein.

Wenn die Raumfähre nicht bis zum 20. Juni im All ist, dann muss sie wieder bis Mitte Juli warten, weil davor die Sonne so ungünstig steht, dass die an der ISS angedockte “Endeavour“ zu stark erhitzen würde. Die NASA brach den Countdown zum Start der Raumfähre am Samstag kurzfristig ab, als während des Auftankens des großen Außentanks das Leck entdeckt wurde. Ein ähnliches Leck war schon einmal vor drei Monaten vor dem Start der Raumfähre “Discovery“ entdeckt worden. Damals wurde der Start um vier Tage verschoben und die Mission um einen Tag verkürzt. Die Ursache für das Leck war indes nie gefunden worden.

Die “Endeavour“ soll das letzte noch zu installierende Modul für das japanische Weltraumlabor zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Wenn die “Endeavour“ dann mit ihren sieben Astronauten im All ist, dann sind zum ersten Mal überhaupt 13 Menschen gleichzeitig im Weltraum. Die ISS hat derzeit eine Besatzung von sechs Personen. Neben dem japanischen Modul soll die Endeavour auch Ersatzteile für die ISS und rund 270 Kilogramm an Nahrungsmittel für die ISS-Besatzung ins All bringen.

AP

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