Polizeigewerkschaft: Mehr Personal für S-Bahn nötig

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Nach dem tödlichen Angriff auf einen S-Bahnfahrgast in München fordert die Polizeigewerkschaft Unterstützung.

München/Berlin - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert mehr Sicherheitspersonal in S- und U-Bahnen. Auslöser ist der tödliche Angriff zweier Jugendlicher auf einen S-Bahnfahrgast in München.

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„Es kann nicht sein, dass zwar jährlich die Ticketpreise erhöht werden, die Leistungen sich aber nur noch auf das reine Befördern beschränken“, erklärte GdP-Chef Konrad Freiberg in einer Mitteilung am Montag. „Es muss in allen Zügen genügend Personal mitfahren, das Fragen, Hinweise und Beschwerden direkt aufnimmt und gegebenenfalls auch direkt einschreiten kann.“ Forderungen nach höheren Strafen im Jugendstrafrecht lehnte Freiberg als unnötig und reflexhaft ab. Der Strafrahmen sei ausreichend und es sei an den Richtern, die angemessene Sanktion zu finden.

Stattdessen müsse der Mut zur Zivilcourage gestärkt werden. „Ich habe großen Respekt vor dem entschlossenen und engagierten Eingreifen des 50-jährigen Opfers“, erklärte Freiberg. Der Ausgang des Vorfalls erfülle ihn mit Trauer und Wut. „Wir dürfen jetzt aber nicht zurückschrecken, wenn wir Übergriffe auf Schwächere bemerken.“ Die Bürger müssten darauf vertrauen können, dass innerhalb kürzester Zeit Sicherheitspersonal und auch die Polizei ihnen beistehen könnten. “Sicherheit kostet Geld. Dieses Geld muss endlich fließen.“ 

dpa

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