Mathe-Genie lehnt Millionen-Preisgeld ab

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Eines der selltenen Fotos von Dr. Grigori Perelman.

Moskau - Er gilt als "intelligentester Mensch der Welt" - doch viele fragen sich: "Wie verrückt muss man sein?" Mathe-Genie Perelman hat eines der Millennium-Probleme gelöst. Das Millionen-Preisgeld will er aber nicht.

Im Jahr 2000 hatte das Clay-Institut in Cambridge sieben mathematische Jahrtausend-Probleme auserkoren und für die Lösung jeweils eine Million Dollar ausgelobt. Dr. Grigori Perelman aus St. Petersburg hat mit der Poincaré-Vermutung, die bereits 1904 aufgestellt wurde (siehe unten), eines dieser Probleme gelöst.

Acht Jahre lang prüften Mathematiker des Instituts die von dem 44-Jährigen eingereichte Lösung. Dann stand fest: Grigori Perelman hat Recht!

Von dem Preisgeld will das Genie aber nichts wissen.

Laut "Daily Mail" soll der zurückgezogen lebende Mann durch die geschlossene Tür seines Hauses in St. Petersburg gerufen haben: "Ich habe alles was ich will!"

"Alles" - das ist lediglich ein Stuhl, ein Tisch und ein Bett mit einer dreckigen Matratze, wie eine Nachbarin der "Daily Mail" erzählte.

Bereits 2006 sollte er für seinen Beweis der Poincaré-Vermutung die Fields-Medaille (alle vier Jahre verliehen von der Internationalen Mathematischen Union) erhalten. Als erster Preisträger lehnte er die höchste Auszeichnung, die man als Mathematiker erhalten kann, ab. Damals sagte er: "Ich bin kein Held der Mathematik! Ich will nicht ausgestellt werden wie ein Tier im Zoo."

Die Poincaré-Vermutung

Die Poincaré-Vermutung wurde 1904 von Henri Poincaré aufgestellt. Sie besagt: "Jede einfach zusammenhängende kompakte unberandete 3-dimensionale Mannigfaltigkeit ist homöomorph zur 3-Sphäre." Diese Vermutung könnte dabei helfen, die Form des Universums genauer zu beschreiben. Mehr Infos dazu auf wikipedia.org.

len

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser