Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach Anzeige

Patientinnen vergewaltigt? - Bielefelder Arzt in U-Haft

Blick auf das evangelische Klinikum Bethel. Foto: Friso Gentsch/dpa
+
Blick auf das evangelische Klinikum Bethel. Foto: Friso Gentsch/dpa

Ein Arzt wird verdächtigt, sich sexuell an Patientinnen vergangen zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Klinik will alles tun, um zur Aufklärung beizutragen.

Bielefeld (dpa) - Ein Arzt sitzt in Bielefeld in Untersuchungshaft, weil er im Sommer vergangenen Jahres zwei Patientinnen betäubt und anschließend vergewaltigt haben soll.

Eine der Frauen habe Anzeige erstattet und damit die Ermittlungen ins Rollen gebracht, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld am Mittwoch. Der frühere Assistenzarzt sei sofort freigestellt worden und habe später das Arbeitsverhältnis von sich aus beendet, teilte die Evangelische Klinik Bethel - ein großes Krankenhaus mit 1755 Betten - mit.

Es gehe um drei mutmaßliche Vergewaltigungen im Juli und September 2019, so die Ermittler. Eine Frau sei zweimal sexuell missbraucht worden. Der 32-Jährige habe seine Taten auch gefilmt. Der Mediziner war am Montag festgenommen worden, am Dienstag habe das Amtsgericht Haftbefehl erlassen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Das Krankenhaus berichtete, dass der Mediziner bei einer MRT-Untersuchung zur Sedierung vorsätzlich ein Medikament verabreicht haben soll, das nicht den Richtlinien entsprach. Danach sei er freigestellt worden. Zunächst sei man nicht von einer schweren Straftat ausgegangen, so die Klinik. Es sei wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt worden. Nun habe das Krankenhaus bestürzt von der offensichtlich neuen Beweislage und der Festnahme des Mannes erfahren. Die Klinik werde alles tun, um zu einer schnellen Aufklärung beizutragen, erklärte ihr Geschäftsführer Matthias Ernst.

Die SPD-Landtagsfraktion bat die Landesregierung um einen mündlichen Bericht zu dem Fall im Gesundheitsausschuss am 30. September. Das Evangelische Klinikum Bethel versorgt pro Jahr rund 170 000 Patienten ambulant und stationär.

© dpa-infocom, dpa:200923-99-677515/2

Mitteilung Polizei und Staatsanwaltschaft

Kommentare